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Wolhuser Gewerbeausstellung hofft auf ein überregionales Echo

Nach siebenjährigem Unterbruch hat Wolhusen wieder eine Gewerbeausstellung. Zu den knapp 100 Ausstellern gehören auch zwei Geschäfte, die unter komplett unterschiedlichen Vorzeichen stehen.
Ernesto Piazza
Daniela Bühler in ihrem Geschäft «Die Idee Blumen & Geschenke» und Beat Stirnimann, der an der Gewerbeausstellung Wolhusen ebenfalls einen Stand hat. (Bild: Pius Amrein (Wolhusen, 10. Oktober 2018))

Daniela Bühler in ihrem Geschäft «Die Idee Blumen & Geschenke» und Beat Stirnimann, der an der Gewerbeausstellung Wolhusen ebenfalls einen Stand hat. (Bild: Pius Amrein (Wolhusen, 10. Oktober 2018))

Momentan laufen noch die letzten Vorbereitungen. Doch Co-OK-Präsident Andreas Bucher verspricht: «Wir werden bereit sein. Das Feuer ist definitiv entfacht.» Nach siebenjähriger Abstinenz hat Wolhusen wieder eine Gewerbeausstellung. Zwei Jahre waren zwölf OK-Mitglieder und weitere Freiwillige mit den Vorbereitungsarbeiten beschäftigt. 97 Aussteller präsentieren sich von heute bis am Sonntag unter dem Motto «natürlich Wolhusen» auf dem Berghofareal in drei Hallen sowie auf zwei Aussenplätzen. Die Organisatoren erwarten «mindestens 8000 Besucher», erklärt Bucher.

Die Festwirtschaft hat lauter einheimische Produkte im Angebot. Das Motto sei Programm, sagt Bucher. Er ist zusammen mit Werner Bieri, dem ehemaligen Präsidenten des Gewerbevereins Wolhusen-Werthenstein, für die Woga 2018 hauptverantwortlich. «Wir spüren grossen Rückhalt», freut sich Co-Chef Bucher. Und er hofft, dass «uns die Woga 2018 auch ein überregionales Echo beschert.» Für das Rahmenprogramm steht auch eine 27 Quadratmeter grosse Vereinsbühne zur Verfügung. Dort zeigen sich nicht nur diverse Vereine, es findet ebenfalls eine Modeschau statt. Speziell ist zudem, dass der Anlass den Interessierten – neben viel Aktualität – die Entwicklung der Gemeinde vor Augen führt. Dafür verantwortlich ist der 1996 gegründete Verein «Wolhuser Forum Geschichte».

Tiefpreisstrategien eine Absage erteilt

Zu den knapp 100 Ausstellern gehört auch das Familienunternehmen Stirnimann Schuhe AG. Dieses feiert aktuell sein 70-jähriges Jubiläum. Bereits während 40 Jahren führt Beat Stirnimann das Geschäft. Schon bei der ersten Gewerbeausstellung von 1984 war er als OK-Mitglied dabei. Stirnimann setzt gerne auf Kontinuität. So ist seine Wolhuser Filialleiterin Luzia Kaufmann schon 30 Jahre dabei. Eine weitere Filiale gibt es in Schüpfheim.

Doch wie überlebt man in einem Marktumfeld, das ständig rauer wird? Das Pflegen der Kundenbeziehungen, der individuelle Service, Dienstleistungen und die fachkundige Bedienung seien sehr wichtig. Angesprochen auf die sich rasant ausbreitende Online-Schiene sagt Stirnimann: «Dieser Bereich nimmt zu. Doch Schuhe müssen passen. Da ist das Anprobieren sehr wichtig. Hier unterscheidet sich das Geschäft beispielsweise von der Bekleidung.»

Der Betrieb arbeitet auch mit einem Orthopäden zusammen. Zudem sagt Stirnimann, der neben zwei Fachfrauen und zwei Aushilfen auch zwei Lehrtöchter beschäftigt: «Wir führen Markenschuhe im mittleren bis höheren Preissegment und haben aufgehört, mit der Tiefpreisstrategien von diversen Mitbewerbern mithalten zu wollen.» Ihm ist Beratung wichtig und, dass die Detailhandelsvielfalt auch künftig im Dorf bleibt. «Das schätzt die Bevölkerung.»

Mit 20 Jahren bereits Geschäftsinhaberin

Nur einen Steinwurf vom Schuhladen Stirnimann entfernt, trifft man statt auf ein Unternehmerurgestein auf eine Jungunternehmerin. So führt die 20-jährige Daniela Bühler seit dem 1. Juli das Geschäft «Die Idee Blumen & Geschenke». Sie sagt: Bereits während der Lehrzeit als Floristin habe sie gewusst, dass sie den Schritt in die Selbstständigkeit wagen werde. Dass es so schnell ging, übertraf aber doch all ihre Erwartungen.

Als Daniela Bühler nach der Lehrzeit während einem Jahr in ihrem jetzigen Geschäft arbeitete und ihre damalige Chefin und Inhaberin ihr offerierte, dieses zu übernehmen, griff sie zu. Ihr Vater, nota bene ein Transportunternehmer, habe seinen ersten Lastwagen ebenfalls im Alter von 20 Jahren gekauft, sagt die Jungunternehmerin mit einem Schmunzeln. Deshalb ist klar: Die Floristin kann auch auf die Unterstützung ihrer Eltern zählen. Daniela Bühler setzt grossen Wert darauf, «dass meine Kunden glücklich aus dem Laden gehen. Immer im Wissen, das gefunden zu haben, was sie suchten.»

Auch im 24-Stunden-Haus und im Webshop einkaufen

Mit ihrem Geschäftsstart ist sie zufrieden. Einkaufen kann man bei ihr auch ausserhalb der Geschäftszeiten – im 24-Stunden-Haus. Am Freitagabend eröffnet sie ihren eigenen Webshop. An der Woga möchte sie zeigen, was sie kann. Obwohl sie weiss: Für ein solch kleines Geschäft wie ihres, sei die Teilnahme eine finanzielle Herausforderung. Um die Kosten zu teilen, hat sie sich daher entschieden, mit der Firma Urs Bühler AG einen gemeinsamen Stand zu stellen.

Weitere Infos: www.woga.ch

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