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WORLD SKILLS: Gärtner gestalten Weg nach Nahost

Benjamin Räber aus Herlisberg und Nils Bucher aus Sarnen absolvierten gestern den letzten Trainingstag. Bald schon müssen sie ihr Können an den Berufsweltmeisterschaften in Abu Dhabi beweisen.
Martina Odermatt
Nils Bucher (links) und Benjamin Räber beim letzten Training vor dem Ernstkampf. (Bild: Roger Grütter (Neuenkirch, 22. September 2017))

Nils Bucher (links) und Benjamin Räber beim letzten Training vor dem Ernstkampf. (Bild: Roger Grütter (Neuenkirch, 22. September 2017))

Martina Odermatt

martina.odermatt@luzernerzeitung.ch

Emsig arbeiten Benjamin Räber und Nils Bucher an ihrem Garten in Neuenkirch. Die beiden Landschaftsgärtner hieven Stein­platten, ebnen den Boden und Bepflanzen ihren Testgarten. Schliesslich soll in Abu Dhabi nichts mehr schiefgehen, denn: Räber und Bucher fliegen am 8. Oktober Richtung Vereinigte Emirate, um an den World Skills, den Berufsweltmeisterschaften, teilzunehmen.

Ein Jahr lang haben sich Benjamin Räber aus Herlisberg bei Beromünster und der Sarner Nils Bucher akribisch vorbereitet. Über zwei Monate haben sie bei ihrem Arbeitgeber gefehlt, weil sie an Fachkursen und spezifischen Trainings teilgenommen haben. Auch die Wochenenden wurden teilweise geopfert, um die anderen Schweizer Teil­nehmer kennen zu lernen (siehe Box). Die Lust am Wettkampf ist den jungen Männern trotz der intensiven Vorbereitung nicht vergangen. «Ich hatte nicht das Gefühl, auf viel verzichten zu müssen», sagt Räber. Anders als seine Kollegen hätte er trotz der Trainings noch genug Freizeit gehabt.

Improvisationstalent ist gefragt

Die jungen Männer wirken ruhig. Lampenfieber, das hätten sie noch nicht. Das Trainingsjahr ha­be sie gut ausgerüstet. «Wir gehen jetzt mal dahin und schauen, wie es kommt», sagt Räber und schmunzelt. Sie freuen sich auf die Erfahrungen und hoffen, auch etwas von der Stadt zu sehen. Dafür wird wohl nicht viel Zeit bleiben: Innert 22 Stunden in vier Tagen müssen die Landschaftsgärtner jeden Tag einen neuen Garten zaubern. Dabei ist vor allem etwas gefragt: Improvisationstalent. Die Teilnehmer haben zwar die Rahmenbedingungen des Wettkampfes bereits vorab erhalten, die genauen Details zu den Materialien und Feinheiten werden aber erst zwei Tage vor dem Wettkampf bekanntgegeben. Der Feind Nummer eins ist deshalb schnell ausgemacht: die Zeit. «Es ist wichtig, dass wir das Timing immer im Auge behalten», sagt Bucher.

Doch Benjamin Räber und Nils Bucher wollen ab dem 15. Ok­tober trotzdem Vollgas geben. «Es ist wichtig, dass wir unsere Stärken ausspielen können und gute Teamarbeit leisten», sagt Bucher. Und was ist das Ziel der beiden? «Wir streben die Goldmedaille an, und dafür geben wir unser Bestes. Aber wir freuen uns auch auf die neuen Erfahrungen», sagt Räber. Der Rucksack, den sie vor allem im letzten Jahr fleissig mit Know-how gefüllt haben, werde ihnen bei dieser Herausforderung helfen.

Und wenn das Lampenfieber doch noch kommt? Für diesen Fall ist das Team gerüstet. Eine Mentaltrainerin fliegt mit der Schweizer Delegation. Sie soll helfen, dass alle einen kühlen Kopf bewahren.

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