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WÜRDIGUNG: Werner Häfliger: Ein Tausendsassa tritt kürzer

Jahrelang hat sich Werner Häfliger (70) im Tourismus engagiert. Dafür wurde er jüngst ausgezeichnet. Der «Wirtschaftsmann» sah dabei stets das Potenzial für die ganze Region.
Der ehemalige Firmenchef Werner Häfliger (70) präsentiert alte Kommunikationsgeräte der Frey + Cie Holding. (Bild: Pius Amrein (Kriens, 19. Juni 2017))

Der ehemalige Firmenchef Werner Häfliger (70) präsentiert alte Kommunikationsgeräte der Frey + Cie Holding. (Bild: Pius Amrein (Kriens, 19. Juni 2017))

«Solange man Spass beim Arbeiten hat, ist das keine Last», sagt Werner Häfliger (70). Zum Glück, denn gearbeitet hat Häf­liger in den letzten Jahrzehnten viel – als Firmenchef und Teil­inhaber der Frey + Cie Holding, eines Unternehmens für Sicherheitstechnik, Elektronik und Telekommunikation mit über 600 Angestellten. Daneben war er über 20 Jahre lang im Vorstand des Tourismus-Forums Luzern (TFL). Von diesem wurde er mit dem «Lifetime Tourismus Award 2017» kürzlich für sein Lebenswerk ausgezeichnet. «Werner Häfliger hat für uns viel, viel Fronarbeit geleistet», sagt Walter Schmid, Präsident der Findungskommission des TFL.

Auf den ersten Blick haben die beiden Aufgaben nichts miteinander zu tun. Doch Häfliger sagt dazu: «Ich bin ein Wirtschaftsmann. Die Zentralschweizer Wirtschaft ist wie ein Wasserrad. Ohne Wasserstrahl dreht es sich nicht. Und der Tourismus ist ein wichtiger Wasserstrahl in unserer Region. Dabei profitieren nicht nur primäre Sektoren wie die Hotellerie, sondern auch die Sekundärindustrie, wie eben etwa unser Elektrogeschäft.»

Ein schöner Ort allein «nützt nichts»

Dass Luzern eine erfolgreiche Destination sei, komme nicht von ungefähr: «Klar, wir haben diese schöne Geografie vom lieben Gott erhalten. Aber das nützt nichts, wenn niemand davon weiss», sagt er schmunzelnd. Als ihn ­Walter Schmid zum Tourismus-­Forum Luzern holen wollte, habe er deshalb sofort zugesagt. Nun tritt Häfliger langsam kürzer. Im Jahr 2015 gab er das Präsidium des Tourismus-Forums an Jörg Lienert ab, Inhaber des gleichnamigen Rekrutierungsunternehmens. Bei der Frey + Cie ist Häfliger noch Verwaltungsratspräsident, dieses Mandat will er bis 2020 an seine Tochter abgeben.

Ein Erfolg, an dem Häfliger stark beteiligt war, war die Gründung des World Tourism Forum Lucerne. Die internationale Tourismus-Plattform wurde 2009 lanciert und konnte vor zwei Jahren immerhin Sangay Choden Wangchuck, Ihre Majestät Königinmutter von Bhutan, und Vertreter von etwa 60 Ländern am Forum begrüssen. «Ich erinnere mich an einen Vertreter aus den Arabischen Emiraten, der sehr beeindruckt davon war, wie pünktlich unsere Züge fahren – auf die Minute genau», so Häfliger. In den vielen Jahren seines Engagements habe sich der Tourismus stark gewandelt: «Es ging und geht immer noch deutlich weg vom Massentourismus und hin zum Individualtourismus. Da hat Luzern einige Herausforderungen zu bewältigen. Sicherheit und Sauberkeit sind zum Beispiel ein Thema. Da sind wir gut, aber nicht sehr gut», sagt Häfliger.

Dass sein Einsatz überhaupt möglich gewesen sei, verdanke Häfliger auch seiner Frau, die ihm stets den Rücken freigehalten habe. «An Tagen, an denen alles in die Hose geht, gehe ich in einen Blumenladen und schicke ihr einen Blumenstrauss. Wenn ich dann nach Hause komme, ist die Welt wieder in Ordnung.» In seiner neugewonnenen Freizeit will Häfliger, der Tennis und Golf spielt, künftig mehr Sport treiben – und als langjähriger Tourismus-Unterstützer natürlich auf Reisen gehen.

Natalie Ehrenzweig

region@luzernerzeitung.ch

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