WWW.POLINF.CH: SMS-Warndienst für Autofahrer ärgert Polizei

In Luzern und Zug können sich Verkehrsteilnehmer neuerdings fast kostenlos per SMS vor Radarfallen warnen lassen – sehr zum Missfallen der Polizei.

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«Komisch, seitdem der Typ telefoniert, fährt keiner mehr zu schnell.» (Karikatur Jals/Neue LZ)

«Komisch, seitdem der Typ telefoniert, fährt keiner mehr zu schnell.» (Karikatur Jals/Neue LZ)

19 von 234 Autofahrern sind am Mittwoch der Polizei in Altwis ins Netz gegangen. Dabei passierte einer die Messstelle mit 90 statt der erlaubten 50 km/h. Dies wäre ihm möglicherweise nicht passiert, hätte er den SMS-Warndienst von Fredi Looser abonniert. Der 36-Jährige hat in seinem Leben schon über 40 Geschwindigkeitsbussen erhalten. Grund genug für ihn, den Blechpolizisten den Kampf anzusagen. Seit einem Jahr führt er einen SMS-Service www.polinf.ch , der fast kostenlos via Abonnement über Radarfallen im Toggenburg, im Thurgau, Oberen Rheintal und seit drei Wochen neu auch in Luzern und Zug informiert.

Mit Warnungen an Kollegen angefangen
Angefangen hat alles vor zwei Jahren im Toggenburg, wie der «Blick» kürzlich vermeldete. «Ich war als Monteur am Morgen sehr früh unterwegs», sagt Looser gegenüber unserer Zeitung. «Sobald ich irgendwo eine Radarfalle sah, habe ich meine Freunde darüber per SMS informiert.» Insgesamt 20 Freunde wurden fortan regelmässig von Looser mit Warn-SMS bedient. «Das wurde mit der Zeit ganz schön teuer.» Deshalb musste eine andere Lösung gesucht werden. Looser gründete «polinf.ch».

Der Dienst läuft immer noch per SMS, doch der Empfänger zahlt pro erhaltene Mitteilung 20 Rappen. Dabei werden auch die Verkehrsteilnehmer eingespannt. Wer eine neue Radarfalle entdeckt, ruft eine Hotline an und meldet die Falle, worauf alle registrierten Abonnenten eine SMS erhalten. Mittlerweile hat Looser rund 800 Kunden. In Luzern sind es bis jetzt rund 30; in Zug 20. «Das ist noch nicht viel, aber wir haben hier ja erst angefangen», sagt Looser

Andreas Bättig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.