XUNDHEIT: Geschäftsprüfungskommission gegen Verkauf

Die Geschäfts­prüfungskommi­ssion des Grossen Stadtrates (GPK) hat an ihrer Sitzung vom 19. Juni grossmehrheitlich beschlossen, den Verkauf der Aktien der Xundheit abzulehnen.

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Soll Xundheit-Direktor bleiben: Donald Locher, hier vor dem Krankenkassen-Sitz in an der Pilatusstrasse in Luzern. (Archivbild Esther Michel/Neue LZ)

Soll Xundheit-Direktor bleiben: Donald Locher, hier vor dem Krankenkassen-Sitz in an der Pilatusstrasse in Luzern. (Archivbild Esther Michel/Neue LZ)

Für die GPK habe die Xundheit, Öffentliche Gesundheitskasse Schweiz AG, durch ihre starke Verankerung in der Stadt Luzern und in der ganzen Zentralschweiz eine grosse Bedeutung, heisst es in einer Medienmitteilung des Grossen Stadtrates. Die Zukunft für die vielen Mitarbeitenden und Versicherten standen neben dem Verkaufspreis im Zentrum der Abwägung der Vor- und Nachteile des vom Stadtrat vorgeschlagenen Verkaufs an die Krankenkasse Concordia.

Die grosse Mehrheit der GPK lehnt laut Mitteilung den Verkauf ab, weil zum einen der Verkaufspreis von drei Millionen Franken als deutlich zu tief eingeschätzt wurde, und weil zum anderen die Überzeugung vorherrschte, dass die Xundheit Handlungsfähigkeit unter Beweis gestellt und sich als Nischenplayer im hart umkämpften Gesundheitsmarkt sehr gut positioniert hat.

«Probleme angehen und baldmöglichst lösen»
Die GPK habe aber auch Handlungsbedarf festgestellt und erwartet vom Verwaltungsrat und von der Geschäftleitung der Xundheit, dass die anerkannten Probleme (zum Beispiel zu hohe Verwaltungskosten, zu tiefe Reserven und ähnliches) angegangen und baldmöglichst gelöst werden, heisst es weiter.

Die GPK sei der Meinung, dass nach einer Ablehnung des Verkaufs der Aktien der Xundheit in dieser Frage Ruhe einkehren solle. Nach der Verunsicherung über die Zukunft der Xundheit müsse nun eine Phase der Stabilität folgen, «damit dieses Unternehmen sich auf dem eingeschlagenen Weg positiv weiterentwickeln und positionieren kann.»

ana