Ylfete Fanajs Wahl wird von der albanischsprachigen Schweiz gefeiert und erhält auch im Ausland Aufmerksamkeit

Die Wahl von Ylfete Fanaj zur Kantonsratspräsidentin findet in der schweizerisch-albanischen Exilgemeinschaft und im Ausland Beachtung. Diverse albanisch-kosovarische Medien berichteten über die Luzernerin.

Salome Erni
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Auf albinfo.ch, einer Nachrichtenseite mit News der albanischsprachigen Schweiz, wird Ylfete Fanajs Wahl zur Kantonsratspräsidentin gefeiert:

Der Facebook-Post von albinfo.ch meint übersetzt, dass Fanaj einen Haufen Blumen und Verantwortung übernehme. Auf dem doppelsprachigen Portal ist Fanaj ein Artikel gewidmet, der auf albanisch um ein Vielfaches länger ist als auf Deutsch. Ylfete Fanaj schreibe die Geschichte der albanischen Schweiz, wird im reich bebilderten Artikel getitelt.

Die Tatsache, dass eine Frau mit einer nichtschweizerischen Muttersprache und einem Geburtsort außerhalb der Schweiz ausgewählt wurde, mache diese Sitzung zu etwas Besonderem und habe dem Treffen ein gewisses historisches Gewicht gegeben, meint albinfo.ch übersetzt. Dabei fügt das Portal an, dass dies nicht nur für die albanische Gemeinde in der Schweiz gelte. Der deutsche Artikel schildert: «Wir sind Zeugen eines historischen Moments».

Ylfete Fanaj vor dem Matterhorn

Die Gazeta Diaspora Shqiptare montiert die Luzerner Kantonsratspräsidentin vor einen klischeehaft-schweizerischen Hintergrund und titelt übersetzt, dass sie die erste albanische Präsidentin des Luzerner Parlaments ist.

Die Zeitung ist ein von der Schweizerischen Eidgenossenschaft finanziertes Projekt. Wie die Zeitung schreibt, gehe es ihr darum, ein Nachrichtenraum für die Herausforderung der Migration, die Erfahrungen und die Erfolge von Albanerinnen und Albanern zu sein, die nicht zu Hause seien. Als Erfolg darf die Wahl von Fanaj wohl gelten.

Beachtung im Ausland

Diverse Albanische Medien berichteten über Fanajs Wahl zur Kantonsratspräsidentin. Sogar kosovoweite albanische Tageszeitung wie Epoka e Re und Kosova Sot widmeten der Luzernerin einen Artikel. Die in Priština ansässige grosse Zeitung KOHA stellte gar die ganze dreistündige Übertragung der Kantonsratssession auf ihre Website. Wie andere Medien berichtete sie, dass bei der Feier «Moj e bukura More» gesungen wurde, ein Lied der albanischen Exilgemeinschaft. Auch RTK, die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt des Kosovo, schrieb auf ihrer Website über Fanaj.

Auf «Image of Kosovo», einer Facebook-Community für Fotos rund um den Kosovo, erhält ihr Foto klatschende Hände und Glückwünsche. Nachträglich wurde auch ein Video des anlässlich der Luzerner Feierlichkeiten gesungenen Liedes «Moj e bukura More» hochgeladen:

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