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Yvette Estermann von Parteispitze gebremst

Obwohl die Parteileitung gegen die Teilnahme am 2. Wahlgang war, wollte Yvette Estermann antreten. Am Mittwochabend um 22.30 Uhr krebste die SVP-Politikerin zurück – auf Druck des Parteichefs.
SVP-Nationalrätin Yvette Estermann. (Bild: Archiv Miriam Künzli/Neue LZ)

SVP-Nationalrätin Yvette Estermann. (Bild: Archiv Miriam Künzli/Neue LZ)

Bis Mittwochabend spät wollte SVP-Nationalrätin Yvette Estermann aus Kriens als wilde Kandidatin am zweiten Wahlgang der Ständeratswahlen vom 27. November teilnehmen. Dann, kurz vor 22.30 Uhr, teilte Estermann der Neuen Luzerner Zeitung via SMS mit, sie verzichte auf die Kandidatur. Parteipräsident Josef Kunz bestätigte kurz darauf, dass sich Estermann zurückgezogen habe.

«Wilde» Versammlung einberufen

Zur Kandidatur bewegt wurde Estermann von Kantonsrat Hanspeter Bucher. Er war wie die Krienserin nicht einverstanden mit dem am Montag gefällten Entscheid der Parteileitung, am zweiten Wahlgang nicht teilzunehmen und eine für die Kandidatenkür vorgesehene Delegiertenversammlung von gestern Abend abzusagen.

Bucher fragte Estermann, ob sie sich als Kandidatin für einen zweiten Wahlgang zur Verfügung stelle. Estermann sagte zu. Gleichzeitig rief Bucher dazu auf, am Dienstagabend eine Versammlung durchzuführen – anstelle der von der Parteiführung abgesagten.

Auch Kunz nahm teil

Entschieden hat sich die Gruppe gestern Abend in Emmenbrücke dann aber überraschend, Estermann nicht zu portieren. An der Versammlung nahm entgegen seiner Ankündigung am Nachmittag auch Parteipräsident Josef Kunz teil. Er sagte gegenüber unserer Zeitung nach der Versammlung, es sei ein Fehler gewesen, die Delegiertenversammlung abzusagen. «Jetzt ist der Parteifrieden wieder hergestellt», so der hörbar erleichterte Kunz.

Graber und Theiler wohl gewählt

Nun sieht also alles wieder danach aus, dass es bei der Wahl für den Ständerat im Kanton Luzern zu keinem zweiten Wahlgang kommt. Nachdem die Kandidaten Fredy Zwimpfer (SVP), Katharina Meile (Grüne) und Giorgio Pardini (SP) nicht zu einem weiteren Wahlgang antreten werden, scheinen der bisherige Konrad Graber (CVP) und Georges Theiler (FDP), welche am Sonntag mit Abstand die besten Resultate erzielt hatten, so gut wie gewählt.

pd/bep/nus

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