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Yvette Estermann zieht sich als Krienser Stadtratskandidatin zurück

Die Krienser SVP-Nationalrätin Yvette Estermann will sich ab sofort auf die nationale Politik konzentrieren. Für den Wahlkampfleiter der Ortspartei kommt der Entscheid völlig überraschend.
Stefan Dähler
Nationalrätin Yvette Estermann. (Bild: Manuela Jans-Koch, Luzern, 8. November 2018)

Nationalrätin Yvette Estermann. (Bild: Manuela Jans-Koch, Luzern, 8. November 2018)

Paukenschlag in Kriens: Yvette Estermann (52) tritt als Krienser Einwohnerrätin zurück. Zudem verzichtet sie auf eine Kandidatur als Stadträtin. Auf Anfrage bestätigt sie entsprechende Informationen unserer Zeitung.

«Nach intensiven Gesprächen mit meiner Familie bin ich zum Entschluss gekommen, dass wir im Stadtrat ein neues, unverbrauchtes Gesicht benötigen», sagt sie. Der Schritt hänge auch mit ihren Tätigkeiten als Nationalrätin zusammen. Estermann hat auf nationaler Ebene gerade mehrere Initiativen lanciert (mehr dazu hier). «Ich muss meine Tätigkeiten auf das konzentrieren.» Weiter führt sie familiäre Gründe an. «Der zusätzliche Zeitaufwand als Stadträtin wäre zu gross gewesen.» Ob es Probleme bei der Zusammenarbeit mit der Ortspartei gegeben habe, kommentiert sie nicht.

SVP tritt nur noch mit einer Person an

Für Peter Portmann, Wahlkampfleiter der SVP Kriens, kommt der Rückzug von Yvette Estermann überraschend. «Es hat keine Probleme mit ihr gegeben, die Zusammenarbeit hat immer sehr gut funktioniert», sagt er auf Anfrage. Eigentlich wollte die SVP mit einem Zweierticket zu den Stadtratswahlen im März 2020 antreten. Daraus wird nun nichts. Wen die Partei ins Rennen schickt, ist noch offen. «Die Wahlkommission wird an der Nominationsversammlung vom 18. November jemanden vorschlagen.»

Für Parteipräsident Hans Fluder kommt Estermanns Schritt nicht völlig aus dem Nichts. «Man hat gemerkt, dass es ihr im Nationalrat gefällt.» Es dürfte aber nicht ganz einfach gewesen sein, mit dem Einwohnerrat und dem Nationalrat auf zwei Hochzeiten zu tanzen. Für die SVP werde es nun hart, einen Sitz im Krienser Stadtrat zu erobern. «Aber wir geben sicher nicht kampflos auf.» Auch Fluder betont, dass die Zusammenarbeit mit Estermann gut gewesen sei.

Marco Frauenknecht. (Bild: PD)

Marco Frauenknecht. (Bild: PD)

Marco Frauenknecht rückt nach

Für Yvette Estermann rückt Nachwuchskraft Marco Frauenknecht (31) in den Krienser Einwohnerrat nach. Er ist seit diesem Frühling Wahlkampfleiter und Vizepräsident der Kantonalpartei. Sie wolle «einem jüngeren, engagierten Kollegen ermöglichen, vor den Erneuerungswahlen im Frühling den Betrieb des Stadtparlamentes kennen zu lernen», so Estermann. «Die SVP hat sich auf ihr Schild geschrieben, dass sie die Jungen unterstütze. Jetzt können auf die Lippenbekenntnisse auch Taten folgen.»

«Das kommt für mich unerwartet», sagt Frauenknecht. «Doch ich freue mich, dass meine langjährige Kameradin Yvette Estermann Vertrauen in mich hat und werde versuchen, diesem gerecht zu werden.» Ebenfalls freue er sich auf das Amt und die Herausforderungen. «Ich bin motiviert und werde vollen Einsatz geben.»

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