Zahl der farbigen Stühle in der Stadt Luzern soll auf 300 verdoppelt werden

Eigentlich ist die Stuhl-Aktion in der Luzerner Innenstadt bis Ende 2021 befristet. Doch eine Verlängerung ist so gut wie sicher. Und: Man wird bald noch viel mehr solche farbigen Sitzgelegenheiten sehen.

Robert Knobel
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Shopping macht müde. Seit Sommer 2019 gibt es in der Luzerner Innenstadt 150 zusätzliche Sitzgelegenheiten.

Shopping macht müde. Seit Sommer 2019 gibt es in der Luzerner Innenstadt 150 zusätzliche Sitzgelegenheiten.

Bilder: Nadia Schärli (17. Juni 2019)

Als die Luzerner Innenstadt noch voller Leben war und pulsierte – also bis vor wenigen Tagen – gehörten die farbigen Stühle vor den Geschäften zu den Highlights für Einheimische und Gäste. Die Stühle stehen seit vergangenem Sommer vor den Ladenlokalen. Initiiert hat die Aktion die City Vereinigung Luzern (CVL) anlässlich ihres 50-Jahr-Jubiläums. Insgesamt 150 solcher Metallstühle in unterschiedlichen Farben sind über die ganze Innenstadt verteilt.

Doch schon bald sollen es doppelt soviele sein. Die CVL hat nämlich kürzlich weitere 150 Exemplare angeschafft. Sie sollen im Laufe des Sommers an die Geschäfte abgegeben werden – und zwar nicht nur in der Innenstadt, sondern neu auch in weiteren Quartieren der Stadt.

Offiziell ist die Stuhl-Aktion zwar bis Ende 2021 befristet. Doch für viele Luzerner ist schon heute unvorstellbar, dass die Stühle ab 2022 wieder aus dem Stadtbild verschwinden. Auch die City Vereinigung ist bestrebt, die Aktion weiterzuführen.

Es gibt die Stühle in allen Farben – hier am Grendel.

Es gibt die Stühle in allen Farben – hier am Grendel.

Bei der Stadt stösst die Vereinigung damit auf offene Ohren. Sollte die CVL ein Gesuch um Verlängerung der Stuhl-Aktion einreichen, werde man dieses «wohlwollend» behandeln. Das schreibt der Stadtrat in der Antwort auf ein Postulat der FDP. Auch eine Ausdehnung der Aktion auf weitere Quartiere der Stadt wird vom Stadtrat begrüsst.

Stadt will keine aktive Rolle spielen

Die Stadtregierung macht aber gleichzeitig klar, dass die Stadt selber keine aktive Rolle spielen wolle in dieser Sache. Auch wolle die Stadt keine Verantwortung für Betrieb und Organisation der Stuhl-Aktion übernehmen. Diese müsse weiterhin bei der City Vereinigung liegen. Bisher war es so, dass die CVL die Aktion koordinierte. Die Verantwortung für «ihre» Stühle haben derweil die jeweiligen Geschäfte. Sie sind darum besorgt, die Stühle zur Ladenöffnung am Morgen auf die Strasse zu stellen und am Abend wieder zu versorgen.

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