Zahl der Straftaten steigt – Aufklärungsrate sinkt

Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kanton Luzern mehr Einbrüche und Diebstähle als 2010. Die Aufklärungsrate durch die Polizei nahm hingegen leicht ab, liegt aber noch über dem schweizerischen Durchschnitt.

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Gewalt und Drohungen gegen Luzerner Polizisten nahmen 2011 zu. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Gewalt und Drohungen gegen Luzerner Polizisten nahmen 2011 zu. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Im Jahr 2011 wurden bei der Luzerner Polizei insgesamt 29‘770 Straftaten erfasst (2010: 27'245). Dabei haben die Vermögensdelikte, zu welchen 74 Prozent aller Straftaten zählen, markant zugenommen. Insbesondere bei den Diebstählen (ohne Fahrzeuge) gab es einen Anstieg von 7573 auf 9599 Delikte. Wie die Kriminalstatistik der Luzerner Polizei zeigt, hat die Aufklärungsrate von Diebstählen jedoch um 1,7 auf 21,3 Prozent abgenommen. Total sank die Aufklärung von Straftaten von 32,8 auf 30 Prozent (schweizerischer Durchschnitt: 26.6 Prozent).

Mehr Gewalt gegen Beamte

Weitere markante Anstiege im Vergleich zu 2010 waren bei den Erpressungen (von 6 auf 12), bei Konkurs- und Betreibungsdelikten (von 4 auf 16), bei Ehrverletzungen (von 18 auf 56), Exhibitionismus (von 19 auf 34) und bei Gewalt und Drohungen gegen Beamte (von 106 auf 189) zu verzeichnen. Eine markante Abnahme stellte sich bei Betrugsfällen (von 530 auf 365), beim Menschenhandel (von 2 auf 1), bei Freiheitsberaubung (von 14 auf 8) bei Vergewaltigungen (von 31 auf 22) und bei Pornografie (von 58 auf 34) ein.

Bei einem Blick auf die Anzahl Straftaten von Angehörigen eines Maghreb-Staates zeigt dieser ebenfalls eine markante Zunahme: Waren 2010 noch 68 Straftäter aus Algerien, Marokko oder Tunesien, waren es 2011 165.

Gute Aufklärungsrate bei Tötungsdelikten

Bei den vollendeten Tötungsdelikten stieg die Zahl der Delikte von 0 auf 1 und bei den versuchten Tötungsdelikten von 3 auf 6 an. Die Fälle von schwerer Körperverletzung nahmen 2011 im Vergleich zu 2010 von 4 auf 5 Delikte zu. Diese Straftaten wurden alle zu 100 Prozent aufgeklärt. Die einfache Körperverletzung war dagegen leicht von 254 auf 227 rückläufig (81,5 prozentige Aufklärung).

Weniger Tote, mehr Leichtverletzte

Die Zahl der Verkehrstoten hat 2011 von 18 auf 13 abgenommen. Immer noch hoch ist mit 235 jedoch die Zahl der Schwerverletzten (2010: 237) und zugenommen hat die Zahl der Leichtverletzten von 1154 auf 1180. Total nahm die Zahl der Unfälle aber von 2657 auf 2499 ab.

pd/bep

Eine ausführliche Analyse zur Jahresstatistik der Luzerner Polizei lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.