Zahltag für 404 Kandidaten in 75 Gemeinden

In 75 Luzerner Gemeinden wählen die Stimmbürger heute Sonntag ihre neuen Vertreter in der Gemeindeexekutive. Für die 355 zur Wahl stehenden Sitze kandidieren 404 Personen.

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Wer soll Ihre politischen Ansichten in Bern vertreten? Die Antwort will gut gewählt sein. (Bild: Neue LZ)

Wer soll Ihre politischen Ansichten in Bern vertreten? Die Antwort will gut gewählt sein. (Bild: Neue LZ)

In 31 von 75 Gemeinden bemühen sich mehr Kandidaten um einen Sitz im Gemeinderat, als Sitze zu vergeben sind. Zu Kampfwahlen kommt es in den folgenden Gemeinden: Dierikon, Ebikon, Greppen, Honau, Horw, Kriens, Luzern, Malters, Meggen, Udligenswil, Vitznau, Weggis, Ballwil, Emmen, Eschenbach, Hitzkirch, Hochdorf, Rothenburg, Eich, Grosswangen, Nottwil, Ruswil, Schenkon, Triengen, Dagmersellen, Ettiswil, Luthern, Pfaffnau, Reiden, Wikon, Entlebuch.

Dabei ist es insbesondere die SVP, die den beiden Traditionsparteien CVP und FDP Sitze streitig macht. In 19 Gemeinden treffen SVP und CVP bei Kampfwahlen aufeinander, in 15 Gemeinden duellieren sich SVP und FDP. Aber auch die etablierten Parteien lassen ihre jeweiligen Reviere nicht ganz unangetastet. In immerhin 18 Gemeinden bewerben sich CVP- und FDP-Vertreter um dieselben Sitze.

Parteilose weiterhin die Ausnahme

Obwohl auch hierzulande die Parteien über die Schwierigkeiten bei der Kandidatensuche klagen: Die Zahlen zeigen ein leicht anderes Bild. Die Gemeinden des Kantons Luzern trotzen weiterhin dem schweizweiten Trend zu mehr Parteilosen in den Gemeindeexekutiven. Während in anderen Kantonen bis zur Hälfte der Gemeinderäte keiner Partei mehr angehören, wird dieser Anteil im Kanton Luzern auch nach den Wahlen kaum mehr als 10 Prozent betragen.

In zwölf Gemeinden keine Wahlen

Wegen anstehender Fusionen finden in Beromünster, Neudorf, Pfeffikon, Rickenbach, Schötz, Ohmstal, Escholzmatt und Marbach am 6. Mai keine Wahlen statt. Auch rund um Sursee wird erst im Herbst gewählt – weil die Zeit für die Kandidatensuche nach dem gescheiterten Fusionsprojekt zu knapp war. Betroffen sind Geuensee, Knutwil, Mauensee und Sursee.

Florian Weingartner

luzernerzeitung.ch informiert ab 12.30 Uhr laufend über alle Resultate.