Zahnstocher im Rossmagen bei der Zunft zu GordonBlööö

Einen Brummschädel am Tag darauf nimmt man für diesen Traditionsanlass gern in Kauf. Für den Zunftmeister und sein Gefolge gehört nämlich das Chaos unbedingt dazu.

Jérôme Martinu
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GordonBlööö-Baba Peti Federer im Galopp. (Bild: Silvan Kaeser, Luzern, 18. Februar 2019)

GordonBlööö-Baba Peti Federer im Galopp. (Bild: Silvan Kaeser, Luzern, 18. Februar 2019)

«Achtung: Es hat Zahnstocher im Cordon bleu!» Grosses Gelächter im gestossen vollen «Doorzögli». Die Warnung der Wirtin Sandra Krummenacher lässt aber auch Schlimmstes befürchten für Zünftige und Gäste am 9. Bot der Zunft zu GordonBlööö: Zahnstocher im Magen?

Möglich wär’s. Bei den GordonBlööö(d)lern im Luzerner Café La Suisse gehören Sauereien auf den Teller und zum Programm. Gut also, wenn man in der Darbietungstruppe nicht nur einen rüüdig spinnenden Taktgeber hat, sondern auch einen mit sehr guter Versicherung.

Wo die Feuerwehr singt und schäumt

Personenschäden gab’s an der Gerbergasse 11 am Montag zum Glück keine. Einen Brummschädel oder mit Feuerlöschschaum durchweichte Kleider haben einige aber schon nach Hause getragen. Letzteres als Konsequenz daraus, dass man hier nicht nur «Mer send vo de Füürwehr» singt, sondern auch so handelt.

Für den eher festen Zunftmeister Peti Federer und sein Gefolge gehört das Chaos unbedingt dazu. Und so steigt der GordonBlööö-Baba gerne selber aufs hohe Ross. Gerade an einem Abend wie diesem, der dicht wie selten mit formidablen Värsli, Büttenreden, Musikalien und Theäterli bepackt ist. Den weltgrössten Lozärner Gin Tonic etwa mixt ein 16-Punkte-Gault-Millau-Koch.

Und da es bei der Liquidität des LFK offenbar hapert, reimt ein Plakettenverkäufer an die Adresse des Präsidenten: «Hätt mer em (Mike) Hauser doch besser die Kontene gspeert, dä hed de Omgang mettem Gäld nämlech bem FCL gleehrt.»