Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern verzichtet auf Spezialsoftware

Das Frage-Antwort-Tool Lucebro war seit Anfang April bei der ZHB testweise im Einsatz. Doch es wurde zu wenig genutzt.

Roseline Troxler
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Wer in den letzten Monaten in der Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB) eine Auskunft brauchte, konnte auf das Frage-Antwort-Tool Lucebro zurückgreifen. Mithilfe künstlicher Intelligenz half es seit Anfang April Mitarbeitenden dabei, Anfragen von Benutzern rund um die Uhr zu beantworten. Die dafür eingesetzte Software stammt von der Firma Starmind aus Küsnacht ZH.

Ziel war es, einen effizienteren Umgang mit wiederkehrenden Fragen zu finden und die Antwortzeiten auch bei komplexen Anliegen deutlich zu reduzieren. Auch wurde der Frage nachgegangen, ob ein Tool wie Lucebro vor dem Hintergrund knapper Personalressourcen dabei helfen könnte, die Bibliotheksöffnungszeiten zu verlängern.

Doch wie die ZHB auf Anfrage nun mitteilt, wird das Projekt Lucebro vorerst nicht weitergeführt. Grund seien die Testergebnisse sowie allen voran die Nutzung im Testzeitraum und die Feedbacks der Nutzer. «Von April bis Juli haben sich 67 Nutzende angemeldet und von Lösungen profitiert», sagt der für das Projekt Verantwortliche Benjamin Flämig. Der Registrierungsprozess habe sich als wesentliche Hürde herausgestellt, an der viele Interessierte gescheitert seien, führt er aus.

Die ZHB betont allerdings, dass man mit dem Anbieter weiterhin im Austausch sei – insbesondere weil die ZHB eine der ersten Partner für den Aufbau einer externen, öffentlichen Community mit dieser Software gewesen sei. Flämig verweist auch darauf, dass man als Bibliothek durch das Projekt viel über künstliche Intelligenz gelernt habe und zudem in einen spannenden Austausch mit den Verantwortlichen im Projekt «Digitaler Kanton» gekommen sei.