Zentralbahn-Wärterhäuschen illegal bewohnt

Eine ungewöhnliche Bleibe haben sich mehrere Personen mitten in Luzern zu Eigen gemacht. Sie wohnten längere Zeit in einem nicht mehr benötigten Wärterhäuschen der Zentralbahn beim Steghof.

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In diesem Wärterhäuschen beim Steghof wohnten mehrere Personen. (Bild: Dave Schläpfer/Neue LZ)

In diesem Wärterhäuschen beim Steghof wohnten mehrere Personen. (Bild: Dave Schläpfer/Neue LZ)

Beim kürzlich aufgehobenen Bahnübergang Steghof steht ein kleines rotes Bahnwärterhäuschen. An der Tür hängt ein im Namen der Zentralbahn verfasster Zettel. Aus diesem ist zu ersehen, dass das nicht mehr benutzte Kabäuschen illegal bewohnt worden ist.

WC, Strom und fliessend Wasser

Das bestätigt Martin Röthlisberger, Leiter Infrastruktur bei der Zentralbahn. «Im Häuschen befand sich die Steuerung für die Barriere. Als wir vor ein paar Monaten in der Nacht infolge einer Störung hineingehen mussten, waren wir erstaunt, darin mehrere Personen anzutreffen.» Diese hatten den zwar nur wenige Quadratmeter grossen, aber über WC, Strom und fliessend Wasser verfügenden Verschlag möbliert und darin gehaust. Die Bewohner seien verwarnt worden. Röthlisberger: «Zudem haben wir einen Sicherheitsdienst damit beauftragt, dort regelmässig Kontrollen durchzuführen.»

Das Häuschen verfügt über sanitäre Anlagen, weil dort bis in die 1970er-Jahre eine Frau den ganzen Tag über die Steghof-Barriere manuell hinauf- und heruntergelassen hatte. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Mit dem Rückbau des Zentralbahn-Trassees geht es ins Eigentum der Stadt Luzern über. Was dann damit passiert, ist noch unklar, wie eine Nachfrage bei der Stadt ergab.

Dave Schläpfer/Neue LZ