Kommentar
Zentrales Luzerner Verwaltungsgebäude: Unspektakulär, aber dennoch ein Meilenstein

Der Kanton Luzern will am Seetalplatz in Emmen ein Verwaltungsgebäude für rund 1300 Mitarbeiter bauen. Das Grossprojekt macht aus mehreren Gründen Sinn.

Lukas Nussbaumer
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Lukas Nussbaumer.

Lukas Nussbaumer.

Die Luzerner Verwaltung setzte während des Lockdowns so konsequent auf Homeoffice wie keine andere in der Zentralschweiz: Die Quote belief sich auf 75 Prozent. Nur im Kanton Zug lag dieser Anteil mit 60 Prozent ähnlich hoch.

Diese Homeoffice-Quoten widerspiegeln sich in den Plänen für das neue Verwaltungsgebäude am Seetalplatz in Emmen. Denn den rund 1300 Kantonsangestellten stehen weniger als 1000 Arbeitsplätze zur Verfügung. Die Verantwortlichen gehen also davon aus, dass weiterhin ein Teil der Mitarbeiter zu Hause arbeitet. Ein Modell, das Sinn macht, weil es ihnen mehr Flexibilität ermöglicht und beispielsweise erlaubt, die zu den Stosszeiten jetzt schon überfüllten Busse und Züge zu meiden.

Sinnvoll ist nicht nur der weitere Einbezug von Homeoffice. Die im Kanton Zug schon in den 1990-er Jahren realisierte Konzentration der Verwaltung leuchtet auch aus zwei weiteren Gründen ein: Der Kanton Luzern spart so jährlich 7,7 Millionen Franken an Mietkosten, und die mehr als 30 frei werdenden Standorte in der Stadt Luzern werden als Wohnungen oder Büros schnell Verwendung und damit auch Steuerzahler finden.

So unspektakulär das Projekt «Metropol» architektonisch wirkt: Für den Kanton Luzern ist es ein Meilenstein. Und mit Kosten von 135 Millionen Franken erst noch ein günstiger: Die drei anderen Projekte, die sich in der Endauswahl befunden haben, wären wesentlich teurer gewesen.