ZENTRALSCHWEIZ: Biobauern planen Verteilzentrum

«Die Vermarktung von Bioprodukten ist oft ein Problem und mit viel Aufwand verbunden», sagt Maya Probst, Präsidentin des Vereins Bio Luzern. «Im Biobereich gibt es nur nationale Verteilorganisationen, wo man zum Teil grosse Mengen liefern muss.»

Drucken
Teilen
Maya Probst, Präsidentin von Bio Luzern, in ihrem Bioladen auf ihrem Hof in Emmen. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Maya Probst, Präsidentin von Bio Luzern, in ihrem Bioladen auf ihrem Hof in Emmen. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Das hat auch für die Konsumenten Folgen: «In einem Bioladen in Luzern kauft man meist nicht Luzerner Produkte, sondern solche von irgendwoher.»
Deshalb wollen die Zentralschweizer Biovereine für rund 6 Millionen Franken eine eigene Plattform schaffen: BioRegio Zentralschweiz. Entstehen soll ein zentraler Lager- und Umschlagplatz für Bioprodukte von und für die Zentralschweiz. Die voraussichtlichen Kunden: Bioläden, Detaillisten und Gastronomiebetriebe. Den Zentralschweizer Biovereinen gehören rund 850 Biobauern an. «Anfangs werden sich wohl 10 Prozent der Bauern am Projekt beteiligen», sagt der Koordinator des Projektes, Pius Hofstetter vom Landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrum Schüpfheim.

Forschungszentrum geplant
Trägerin der Plattform ist die Agrovision Burgrain AG, die in Alberswil einen Erlebnispark zu Landwirtschaft und Ernährung plant. «Wir gründen im Auftrag der Biovereine eine Tochtergesellschaft, in der sich die Bauern mit Anteilscheinen beteiligen können», so Andreas Lieberherr, Geschäftsführer Agrovision. Auch geplant ist ein Forschungs- und Beratungszentrum in Burgrain. Zudem sollen die Biobauern untereinander einfacher Produkte austauschen können.

Luzia Mattmann/Neue LZ