ZENTRALSCHWEIZ: Die Gewalt gegen die Behörden nimmt zu

Drohungen, Vandalenakte, direkte Angriffe: Sowohl Polizisten als auch Politiker werden immer öfter Opfer.

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Sieht unmittelbare Zusammenhänge zwischen Gewaltbereitschaft und Politik: Der Politologe Andreas Ladner. (Archivbild Dorothea Müller/Neue LZ)

Sieht unmittelbare Zusammenhänge zwischen Gewaltbereitschaft und Politik: Der Politologe Andreas Ladner. (Archivbild Dorothea Müller/Neue LZ)

Im vergangenen Jahr sind im Kanton Luzern in 147 Fällen Vertreter staatlicher Institutionen bedroht oder angegriffen worden. Das sind 6,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Eine Zunahme verzeichnet man aber auch in anderen Zentralschweizer Kantonen. So stieg im Kanton Zug die Zahl solcher Fälle von 25 im Jahr 2006 auf 39 im vergangenen Jahr. Und in Nidwalden verzeichnet man eine Steigerung von 3 Fällen im Jahr 2006 auf 11 Fälle im Jahr 2007.

Opfer der Angriffe sind oft Polizisten. Doch zunehmend werden auch Politiker bedroht. So wurde 2007 ein Anschlag auf das Haus der Luzerner alt Nationalrätin Judith Stamm verübt. «Diese Tat hat mich im ersten Moment verunsichert», sagt sie rückblickend. In Zug ist vor drei Monaten Staatsanwalt Roland Schwyter von einem Mann angegriffen worden.

Polizei durchsucht Häuser
«Die Polizei führt bei Personen, die Drohungen aussprechen, Hausdurchsuchungen durch. Dabei wird überprüft, ob die Personen im Besitz von Waffen sind», sagt Simon Kopp von den Luzerner Strafuntersuchungsbehörden. Unter Umständen würden solche Leute in Untersuchungshaft versetzt.

Roger Rüegger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.