ZENTRALSCHWEIZ: Emmer Stahlriese droht mit Verlagerung

Nach der Erhöhung der Strompreise macht Swiss Steel die Rechnung neu. Das Ausland locke mit attraktiveren Rahmenbedingungen.

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Harte Arbeit in der Giesserei bei Swiss Steel in Emmenbrücke. Die hohen Strompreise setzen dem Unternehmen zu. (Bild Peter Appius/Neue LZ)

Harte Arbeit in der Giesserei bei Swiss Steel in Emmenbrücke. Die hohen Strompreise setzen dem Unternehmen zu. (Bild Peter Appius/Neue LZ)

Die angekündigten Strompreiserhöhungen setzen Schweizer Industriefirmen arg zu. Auch in der Zentralschweiz. Das geht so weit, dass künftige Grossinvestitionen ins Ausland verlagert werden könnten.

Darüber denkt zumindest der Emmenbrücker Stahlproduzent Swiss Steel nach. «Dann wird halt dort investiert, wo die Rahmenbedingungen günstiger sind», macht Walter J. Hess, Vorsitzender der Geschäftsleitung, klar. Und weiter: «Wenn unsere Kosten immer weiter steigen, führt das unweigerlich zu Rationalisierungsmassnahmen.» Werkschliessungen und Personalabbau seien zwar ausgeschlossen, «die Strompreiserhöhungen würden dann aber auf dem Buckel der Angestellten ausgetragen».

Wettbewerbsfähigkeit in Gefahr
95 Prozent der Produktion von Swiss Steel würden ins Ausland exportiert, so Walter J. Hess. Er fürchtet nun um die Wettbewerbsfähigkeit seines Unternehmens.

Man könne am Weltmarkt nur aufgrund der höheren Produktivität und der günstigeren Rahmenbedingungen in der Schweiz bestehen. Zu Letzterem hätten bisher neben dem Arbeitsfrieden auch die günstigen Strompreise gezählt, so Hess.

red

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag im Wirtschaftsteil der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.