ZENTRALSCHWEIZ: Immer mehr Patienten warten auf eine Organspende

Viele scheuen das Thema Organspende. Gleichzeitig werden die Wartelisten länger.

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Im Operationssaal des Kinderspitals Zürich wird ein Spenderherz aus der Kühlbox genommen, um danach einem Kleinkind transplantiert zu werden. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Im Operationssaal des Kinderspitals Zürich wird ein Spenderherz aus der Kühlbox genommen, um danach einem Kleinkind transplantiert zu werden. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

105 Zentralschweizer haben letzets Jahr auf ein passendes Spenderorgan gewartet. Das sind so viele wie kaum zuvor, Tendenz steigend. Gleichzeitig wurden nur gerade 117 Spender gezählt. Erhoben werden die Zahlen von Swisstransplant, der nationalen Stiftung für Organspende und Transplantation. «Die Schweiz liegt mit ihrer Organspenderate immer noch im unteren Drittel Europas», erklärt Direktor Franz Immer.

Zu den Betroffenen zählt auch Markus T. Er wartet auf eine Leber, weil seine aufgrund einer Entzündung der Gallenwege stark geschädigt ist. «Vor meiner Krankheit habe ich mich überhaupt nicht mit dem Thema Organspende auseinandergesetzt. Es hat mich zu wenig interessiert», sagt er. Gerade für Angehörige kann es jedoch sehr schwer sein, wenn sie darüber entscheiden müssen, ob einem Patienten Spendeorgane entnommen werden sollen.

Sarah Weissmann