ZENTRALSCHWEIZ: Kantone lehnen Wassertöffs ab

Der Bundesrat will Jet-Skis auf Schweizer Seen zulassen. Die Zentralschweizer Kantons­regierungen sind aber klar dagegen. Anders tönt es aus Tourismuskreisen.

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Jet-Ski-Piloten auf dem Greyerzersee. (Bild Keystone)

Jet-Ski-Piloten auf dem Greyerzersee. (Bild Keystone)

Luzern, Zug, Uri, Ob- und Nidwalden sprechen sich gegen eine Zulassung von Wassertöffs, so genannten Jet-Skis, aus. Unter anderem seien die Wasserfahrzeuge, die bis zu 200 PS stark sind, zu laut.

«Wir kennen die Situation von unseren Ferien am Meer. Dort, wo wir Erholung suchen, flitzen solche Jet-Skis mit starken Motoren, hoher Geschwindigkeit und viel Lärm übers Wasser», sagt zum Beispiel Beat Fuchs, Nidwaldner Justiz- und Sicherheitsdirektor.

Weitere Gründe, die nach Ansicht der Zentralschweizer Regierungen gegen Jet-Skis sprechen, sind die Sicherheit und die Umweltbelastung.

Für Marcel Perren, Tourismusdirektor von Luzern, gibt es praktisch keine Gästenachfrage nach Jet-Ski-Fahrten. Ganz anders sieht das Esty von Holzen, Geschäftsführerin von Vierwaldstättersee-Tourismus. Für sie braucht es «eine solche Sommeraktivität».
Im Kanton Schwyz wird heute über die Jet-Skis traktandiert. Doch auch hier sei laut Alois Christen, Vorsteher des Militär- und Polizeidepartements, mit einer Ablehnung zu rechnen.

bat/ur.

Mehr zum Thema am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung