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ZENTRALSCHWEIZ: Trotz Feuerverbot gibt es Bundesfeier-Feuerwerke

Zwei Seenachtsfeste erhalten Sonderbewilligungen. Wer als Privater Feuerwerkzeug kaufen will, wird (noch) nicht überall fündig.
Noch ist nicht sicher, ob vor dem heurigen 1. August überhaupt Feuerwerk an Private verkauft werden wird. (Bild: Keystone / Steffen Schmidt (Archiv))

Noch ist nicht sicher, ob vor dem heurigen 1. August überhaupt Feuerwerk an Private verkauft werden wird. (Bild: Keystone / Steffen Schmidt (Archiv))

In den Tagen um den 1. August ist die Zeit der Feuerwerke. Doch mit den generellen Feuerverboten in Zug, Luzern und Schwyz sowie den partiellen Verboten in Uri, Ob- und Nidwalden sind die knallbunten Himmelsbilder heikel. Das hält allerdings etwa die Feldmusik Küssnacht nicht davon ab, an ihrem Seenachtsfest vom kommenden Wochenende ein Feuerwerk steigen zu lassen: «Die Behörden haben eine Ausnahmebewilligung erteilt», schreibt das OK auf der Webseite. Sollte die Wetterlage trotzdem brenzlig sein, werde am Samstag definitiv informiert.

Auch am Seenachtsfest in Lungern ist am 31. Juli ein Feuerwerk geplant. «Wir haben vom Kanton eine Ausnahmebewilligung erhalten», sagt Martin Linder, Feuerwerksverantwortlicher im OK. Dies seit letztem Freitag, als Obwalden ein Feuerverbot im Wald und an Waldrändern erliess. «Das Feuerwerk wird auf dem See steigen und hat deshalb genügend Abstand zum Wald», erklärt Linder.

Bereits kleinere Brände in Luzern

Auch im Kanton Luzern sind schon Anfragen für Feuerwerke eingegangen: «Beim aktuell gültigen allgemeinen Feuerverbot erlauben wir keine Feuerwerke», sagt Michiel Fehr, Leiter der Waldregion Luzern bei der Dienststelle Landwirtschaft und Wald. Die Lage sei nach wie vor prekär, am Wochenende habe es vereinzelt kleinere Brände gegeben. «Wir beurteilen die Lage am Freitag neu», sagt Fehr. Es gelte abzuwarten, wie viel Regen die nächsten Tage bringen.

Die heissen Temperaturen lassen auch die Detailhändler bangen. «Wir haben das Feuerwerksmaterial bereits eingekauft», sagt Coop-Mediensprecher Urs Meier. Jedoch starte der Verkauf erst Ende Woche in den Läden von Coop Bau+Hobby, dann Mitte nächster Woche in den Supermärkten. «Wir sind in engem Kontakt mit den Behörden», erläutert Meier. In den Gemeinden und Kantonen mit einer erhöhten Waldbrandgefahr wolle man denn auch vom Verkauf absehen. «Dann geht die Ware wieder zurück an den Lieferanten oder es wird bei uns bis Silvester gelagert.»

Migros entscheidet kurzfristig

Die Genossenschaft Migros Luzern, in welcher die sechs Zentralschweizer Kantone organisiert sind, entscheide erst kurzfristig, ob in diesem Jahr Feuerwerk verkauft wird oder nicht. «Das hängt stark von der Wettersituation in den nächsten Tagen ab und davon, ob die Feuerverbote in den Zentralschweizer Kantonen aufgehoben werden», erläutert Mediensprecherin Rahel Probst. Blieben die Feuerverbote bestehen, werde die Migros Luzern kein Feuerwerk verkaufen. Konkret: Auch wenn nur einer der sechs Kantone weiterhin Feuer und damit verbunden das Abbrennen von Feuerwerkskörpern verbieten würde, gäbe es keine Knaller und Leuchtraketen zu kaufen. Man habe sich aus Sicherheitsüberlegungen für diese konsequente Variante entschieden. Der Feuerwerksverkauf würde ab 28. Juli an zwölf Standorten erfolgen. Erst am Tag zuvor will die Migros Luzern sich definitiv entscheiden.

Landi: Kunde entscheidet

Anders handhabt die Landi in ihren 250 Filialen den Verkauf von Feuerwerkskörpern. Sie bietet Feuerwerk unabhängig von Feuerverboten bereits an: «Wir überlassen es den Kunden, zu entscheiden, das Feuerwerk bereits zu kaufen oder abzuwarten, bis klar ist, ob Feuerwerk an ihrem Wohnort dann auch wirklich gezündet werden darf», sagt Marketingleiter Simon Gfeller.

Carole Gröflin

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