Zentralschweizer Bildungszentrum Gesundheit ist neu unter einem Dach

Die Lernenden von Gesundheitsberufen erhalten am Montag beim Luzerner Kantonsspital ein neues Schulhaus. Am Donnerstag wurde es präsentiert.

Yasmin Kunz
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Sie haben das neuen Ausbildungszentrum des Kanton Luzern für Gesundheitsberufe am Donnerstag eröffnet: (v.l.n.r.) der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf, Marco Borsotti (Präsident der Organisation Arbeitswelt Gesundheit (OdA) der Zentralschweiz), Jörg Meyer (Direktor des Bildungszentrums und Luzerner SP-Kantonsrat) und Martin Pfister (Gesundheitsdirektor des Kantons Zug).

Sie haben das neuen Ausbildungszentrum des Kanton Luzern für Gesundheitsberufe am Donnerstag eröffnet: (v.l.n.r.) der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf, Marco Borsotti (Präsident der Organisation Arbeitswelt Gesundheit (OdA) der Zentralschweiz), Jörg Meyer (Direktor des Bildungszentrums und Luzerner SP-Kantonsrat) und Martin Pfister (Gesundheitsdirektor des Kantons Zug).

Aus sieben wird eins: Das Bildungszentrum Gesundheit Zentralschweiz Xund (siehe Kasten am Ende des Beitrags) hat ein neues Schulhaus auf dem Areal des Luzerner Kantonsspitals (Luks) an der Spitalstrasse. Der 50 Millionen Franken teure Neubau wurde am Donnerstagnachmittag in Anwesenheit von etwa 350 Gästen feierlich eröffnet.

Am Montag kommen rund 395 von total 700 Studenten diverser Gesundheitsberufe wie Pflegefachpersonen oder Biomedizinische Analytiker in den Genuss 45 neuer Schulzimmer. Bis dato fand der Unterricht an sieben teils dezentralen Standorten statt – unter anderem im Haus 41 des Luzerner Kantonsspitals. Dieses wird im Zuge des Neubaus von Kinderspital/Frauenklinik nun anderweitig zwischengenutzt.

Zehn Jahre für Neubau

Bei der Eröffnung mit dabei waren auch der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf (CVP), der Zuger CVP-Gesundheitsdirektor und Präsident der Zentralschweizer Gesundheitsdirektorenkonferenz Martin Pfister, Marco Borsotti, Präsident der Organisation Arbeitswelt Gesundheit (OdA) der Zentralschweiz, Dominik Utiger, Präsident des Bildungszentrums, Jörg Meyer, Direktor des Bildungszentrums und Luzerner SP-Kantonsrat sowie Tobias Lengen, OdA-Geschäftsführer.

Der grosse Aufmarsch verdeutlicht, wie wichtig der Neubau des Schulhauses für die Zukunft der Gesundheitsbranche ist. Marco Borsotti betonte, dass das regnerische Wetter passend sei: «Das sind Freudentränen.»

Die Realisierung des Schulhauses dauerte von der Standortabklärung bis zum ersten Schultag am Montag mehr als zehn Jahre. In den letzten Jahren sind die Zahlen der Auszubildenden stetig angestiegen. Mit dem Neubau werde man nun der neuen Situation gerecht.

Platz reicht trotz Auslastung von bereits 90 Prozent

Doch das Schulhaus ist bereits jetzt zu 90 Prozent ausgelastet. In den nächsten Jahren sollen die Studentenzahlen weiter steigen. Dank Verdichtungsmöglichkeiten und neuen Lernformen, die nicht zwingend an ein Schulhaus gebunden seien, werde der Platz auch dann noch reichen, sind sich die Beteiligten sicher.

Der Neubau soll insbesondere die Gesundheitsberufe stärken. Stellt sich die Frage: Kann ein neues Schulhaus dem Fachkräftemangel entgegenwirken? Dominik Utiger, Präsident des Bildungszentrums, sagt: «Das Schulhaus ist ein Mittel, um attraktiver zu werden.» Letztlich sei es aber nur eine Hülle, der Fokus müsse auf dem Inhalt liegen. Heisst: Motivierte Lernende, die zu motivierten Arbeitnehmern werden und möglichst lange im Beruf bleiben.

Nebst 45 Schulzimmern gibt es noch Spezialräume wie etwa das Future Lab. Dort werden zum Beispiel technologische Hilfsmittel rund um die Gesundheit vorgestellt. Das Bildungszentrum verfügt zudem über drei Skills-Räume, wo realitätsnahe Situationen geübt werden können. Und das Bistro und die diversen Lerninseln sorgen für eine lockere Atmosphäre.

Ausbildungsstätte für 2'500 Personen

Xund umfasst das Bildungszentrum Gesundheit wie auch den Verband beziehungsweise die Organisation der Arbeitswelt (OdA) Gesundheit der Zentralschweiz. Getragen wird Xund von den regionalen Alters- und Pflegezentren, Spitälern und Spitex-Organisationen sowie deren Branchenverbänden. 175 Zentralschweizer Gesundheitsbetriebe engagieren sich für den Fachkräftenachwuchs an den Standorten Luzern und Alpnach (OW). Xund zählt 104 Mitarbeiter, über 600 externe Dozenten, und es absolvieren derzeit nahezu 2'500 Personen eine Ausbildung.

Bildungszentrum Xund nimmt Neubau in Betrieb

Das Zentralschweizer Bildungszentrum für Gesundheitsberufe Xund nimmt auf den 9. September beim Kantonsspital in Luzern sein neues Schulhaus in Betrieb. Xund kann damit seine sieben Luzerner Standorte zusammenlegen.