Zentralschweizer Gesundheitsdirektoren befürworten nationale Vereinheitlichung von Corona-Massnahmen

Die Zentralschweizer Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren unterstützten eine Vereinheitlichung der Massnahmen in den Bereichen Maskenpflicht, öffentliche und private Veranstaltungen sowie Homeoffice. Die Zentralschweizer Spitäler sind vorbereitet und werden weiterhin ihren Versorgungsauftrag wahrnehmen.

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(sok) Die Zentralschweizer Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren unterstützen (ZGDK) die Empfehlungen der Schweizerischen Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) vom 16. Oktober, wie aus einer Mitteilung hervor geht. Die kantonalen Unterschiede seien in den vergangenen Wochen angemessen gewesen, weil sich die epidemiologische Lage unterschiedlich entwickelt hatte. Aufgrund der Dynamik der Entwicklung und zur besseren Verständlichkeit der Massnahmen für die Bevölkerung unterstützen die ZGDK nun aber eine nationale Vereinheitlichung.

Der ZGDK spricht sich in der Mitteilung für eine nationale Maskenpflicht in allen öffentlich zugänglichen Innenräumen, Einschränkungen bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen sowie eine Homeoffice-Empfehlung aus. Diese Massnanhmen bedeuten Anpassungen für gewisse Kantone. «Sie sind aber nötig, damit die Ausbreitung des Virus gebremst werden kann. Ansonsten droht eine Überlastung des Gesundheitswesens, welche um jeden Preis verhindert werden muss», wird der ZGDKPräsident Martin Pfister zitiert. Die Gefahr eines erneuten Lockdowns hätte weitgehende Auswirkungen auf die Wirtschaft der Region, heisst es weiter.

Spitalversorgung für Nicht-Corona-Patienten gewährleistet

Da die Zentralschweizer Spitäler sich in den vergangenen Monaten auf eine erneute Zunahme der Infektionen vorbereitet hätten, könne die Versorgung auch bei einem raschen Anstieg der Hospitalisationen gewährleistet werden. Sollten einzelne Kantone an Kapazitätsgrenzen stossen, würden andere Kantone Patientinnen und Patienten übernehmen. Auch der Versorgungsauftrag werde von allen Kliniken und Spitälern weiterhin wahrgenommen. Insbesondere das Luzerner Kantonsspital werde weiterhin auch spezialisierte Eingriffe bei Patienten aus der gesamten Zentralschweiz vornehmen.