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Zentralschweizer Jodlerfest: Teilnahmerekord bei Alphorngruppen

29 Alphorngruppen nehmen am Zentralschweizer Jodlerfest in Schötz teil – so viele wie noch nie. Das freut den Gesamtobmann im Alphorn- und Büchelblasen. Bewertet werden die Bläser von 18 Juroren, darunter einem aus Frankreich.
Alexander von Däniken
Mitglieder der Alphorngruppe Reussblick auf dem Festgelände in Schötz. (Corinne Glanzmann/LZ, 22. Juni 2018)

Mitglieder der Alphorngruppe Reussblick auf dem Festgelände in Schötz. (Corinne Glanzmann/LZ, 22. Juni 2018)

Seit Freitag ist die Luzerner Gemeinde Schötz ein riesiges Festzelt: Das 50-köpfige Organisationskomitee des 62. Zentralschweizer Jodlerfestes erwartet bis am Sonntag gegen 70 000 Zuschauer, die sich auf 575 Vorträge freuen können. Allein 233 Vorträge stammen von Alphorn- und Büchelbläsern. 29 Vorträge davon gibt es von Gruppen zu hören. Noch nie haben beim Zentralschweizer Jodlerfest so viele Gruppen teilgenommen.

Die Hintergründe zu dieser Entwicklung kennt Armin Imlig bestens. Der Goldauer bildet zusammen mit Holger Lübke aus Wauwil die Gesamtobmannschaft im Alphorn- und Büchelblasen. Und er ist selbst begeisterter Bläser: Seit 1972 nimmt Imlig an Jodlerfesten teil. Damals gab es noch keine Gruppen, sagt Imlig. Und selbst wer im Trio antreten und bewertetet werden wollte, musste sich zuerst bei einem Einzelvortrag die Benotung «Gut» abholen. Diese Hürde fiel Jahre später. Um das musikalische Niveau hochhalten zu können, wurden 1991 dann die Gruppen zugelassen.

«Man wird von der Gruppe getragen»

Das gemeinsame Spielen bietet laut Armin Imlig mehrere Vorteile: «Wenn man selbst nicht sehr gut spielt, wird man von der Gruppe getragen. Beim Üben ist man nicht alleine. Und beim Vortrag ist man auch weniger nervös als wenn man alleine spielt.» Auch Imlig spielt in einer Gruppe. «Das ist ein tolles Erlebnis.»

Die Grösse der in Schötz auftretenden Formationen beträgt zwischen 5 und 25 Mitgliedern. Es stimme aber nicht, dass die Stücke lauter werden, je grösser die Gruppe ist. «Dafür ist der Klang viel voller», sagt Armin Imlig. Wichtig sei, dass die Tonart identisch ist. Darum gebe es auch keine Mischgruppe aus Alphörnern und Bücheln. Letztere seien sehr schwierig zu spielen, sagt der Experte. «Darum nehmen auch nicht viele Büchelbläser teil.

Bewertet werden die Einzel-, Duett-, Trio-, Quartett- und Gruppenvorträge von 18 Jurymitgliedern. Eines stammt aus Val d’Isère in den französischen Alpen. Das hat in der Szene für etwas Stirnrunzeln gesorgt, wie Imlig erzählt: «Viele setzen das Instrument einem Symbol für die Schweiz gleich. Dabei heisst es Alphorn und nicht Schweizhorn.» Selbstverständlich habe das französische Jurymitglied eine entsprechende Ausbildung in der Schweiz absolviert.

Die Juroren bewerten die Vorträge jeweils zu dritt im Vierminutenrhythmus in den Kategorien Tonkultur, Blastechnik, Dynamik, Metrik und den Gesamteindruck. Armin Imlig freut sich auf «Vorträge von hoher Qualität, mit schönen Motiven, die zum Mitjodeln verführen».

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