Zentralschweizer Neujahrsbaby: Pünktlicher hätte die kleine Yasna gar nicht auf die Welt kommen können

Für die Familie Kabiri aus Erstfeld war die Silvesternacht kurz. Um 01:41 Uhr kam die kleine Yasna auf die Welt und ist somit das erste Baby in der Zentralschweiz, das im neuen Jahr geboren wurde. Für die Eltern geht ein grosser Wusch in Erfüllung.

Flurina Valsecchi
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Die kleine Yasna schlummert in den Armen ihrer Mutter.

Die kleine Yasna schlummert in den Armen ihrer Mutter. 

Bild: Pius Amrein, Altdorf, 1. Januar 2020

«Endlich! Ein Mädchen!» Die Freude bei Mutter Hasina Kabiri (23) und der ganzen Familie ist riesig. Kurz nach Mitternacht um 01:41 Uhr wurde die kleine Yasna geboren. Schon beim ersten Kind hatte das Paar, das aus Afghanistan stammt, ein Mädchen erwartet. Man habe rosa Kleider gekauft, doch dann kam ein Bub auf die Welt. Das war vor fünf Jahren, inzwischen lebt die Familie im Kanton Uri.

Vor drei Jahren dann kam der zweite Sohn auf die Welt. Der Geburtstermin wurde damals auf den Neujahrstag errechnet. Doch das Baby kam ein paar Tage zu früh und wurde am 29. Dezember geboren. Sie habe schon schmunzeln müssen, als bei der dritten Schwangerschaft wieder der 1. Januar errechnet worden war, erzählt Hasina Kabiri. Diesmal stimmte der Termin, Yasna hätte also nicht pünktlicher auf die Welt kommen können.

Am Dienstag Mittag haben bei Hasina Kabiri die Wehen eingesetzt, gute zwölf Stunden später kam das Mädchen dann zur Welt. Sie ist unter den dreien das grösste Baby von Hasina Kabiri und dementsprechend seien die Schmerzen bei der Geburt am stärksten gewesen. Das Mädchen wiegt 3300 Gramm und misst 48 Zentimeter. Doch all die Beschwerden sind schnell verflogen, wenn Hasina Kabiri ihre Tochter in den Armen hält. Um den Kopf trägt das Baby ein rotes Band mit Blume und schlummert friedlich, während die Mutter im Kantonsspital Uri in Altdorf Besuch empfängt. 

Die Mutter stammt aus einer Grossfamilie

Mit dem dritten Kind sei nun ihre Familie komplett, findet Hasina Kabiri. Das überrascht, sie selber kommt nämlich aus einer Grossfamilie und hat noch neun weitere Geschwister. Hasina Kabiri sagt:

«Doch für uns sind es jetzt genug.»

Auch mit Zwillingen hätte sie schon fast ein bisschen rechnen können, gibt es in ihrer Familie von mütterlicher Seite doch ganz viele Zwillinge. 

Der Vater und die beiden Buben waren bereits wenige Stunden nach der Geburt zu Besuch und sind ganz begeistert von der kleinen Schwester. Während es den Buben egal war, ob sie nun einen weiteren Bruder oder eine Schwester bekommen würden, ist für Hasina Kabiri und ihren Mann ein grosser Wunsch in Erfüllung gegangen. Für die Eltern war klar, dass das Mädchen einen sehr traditionellen Namen aus der Heimat der Familie tragen soll. 

So viele Babykleider

Auch gibt es dieses Mal - nicht wie beim ersten Kind - keine Probleme mit der Babyausstattung. 

«Wir haben so viele Mädchenkleider erhalten. Ich weiss gar nicht, wann Yasna diese alle tragen soll»

, sagt die Mutter und lächelt glücklich.

Samuele kam in der Hirslanden-Klinik St. Anna um 09:47 Uhr zu Welt.

Samuele kam in der Hirslanden-Klinik St. Anna um 09:47 Uhr zu Welt.

Bild: Hirslanden-Klinik St. Anna

Yasna ist nicht das einzige Baby, das in der Zentralschweiz in der Neujahrsnacht zur Welt gekommen ist. Wenig später nämlich ereignete sich in der Luks-Frauenklinik in Luzern eine Geburt. Um 02:14 Uhr wurde ein Bub geboren. Carlo wiegt 2960 Gramm und ist 50 Zentimeter gross. Er erfreue sich einer guten Gesundheit, teilt das Spital mit.

In der Hirslanden-Klinik St. Anna in Luzern kam um 09:47 Uhr das erste Baby auf die Welt. Es trägt den Namen Samuele. 

Im Zuger Kantonsspital ist nach Angaben des Spitals am Abend des 1. Januars ein Kind geboren worden.

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