ZENTRUMSPLANUNG: Stadtrat möchte weitere Begegnungszonen

Der Stadtrat ist bereit, im Zentrum der Stadt Luzern weitere Begegnungszonen einzuführen – sofern sich die örtlichen Verhältnisse als geeignet erweisen.

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Luftaufnahme der Stadt Luzern. (Archivbild Pius Amrein/Neue LZ)

Luftaufnahme der Stadt Luzern. (Archivbild Pius Amrein/Neue LZ)

Der Stadtrat hat ein Konzept Begegnungszonen im Zentrum der Stadt Luzern erarbeitet, wie er in einem Communiqué mitteilt. Auslöser dafür seien zwei entsprechende Postulate, die im März 2007 vom Grossen Stadtrat überwiesen wurden. Darin wurde die Vergrösserung der Zone Bahnhofstrasse und die Signalisation des Hirschmattquartiers als Begegnungszone gefordert. Im Konzept legt der Stadtrat dar, dass es Sinn macht, die Begegnungszone Bahnhofstrasse nach Süden zu erweitern und so den Blumenweg und einen Teil der Theaterstrasse in die Zone zu integrieren. Auch das Gebiet Alt-/Kleinstadt westlich der Bahnhofstrasse eignet sich laut Stadtrat für eine Begegnungszone. Zudem könnten im Hirschmattquartier rund um das «Helvetiagärtli» und auf der Habsburgerstrasse im Abschnitt Kaufmannweg bis Winkelriedstrasse Begegnungszonen signalisiert werden. Beide Bereiche sind in den 1990er-Jahren umgestaltet und verkehrsberuhigt worden. Sie haben deshalb bereits heute die wesentlichen Merkmale einer Begegnungszone.

Nicht im Hirschmattquartier
In den übrigen Gebieten des Hirschmattquartiers sprächen die heutigen Fakten hingegen für die bestehende Tempo-30-Signalisation, wie es weiter heisst. Eine Umgestaltung des gesamten Hirschmattquartiers in eine Begegnungszone sei nicht zweckmässig beziehungsweise erreiche die mit der Anordnung gewünschten Ziele nicht. So hätte zum Beispiel die Aufhebung sämtlicher Fussgängerstreifen im Quartier – wie dies in einer Begegnungszone verlangt wird – für Kinder und behinderte Personen nachteilige Folgen, wie der Stadtrat glaubt. Hingegen könnten Nutzungsänderungen – zum Beispiel das Errichten von Boulevardrestaurants anstelle von Parkplätzen – die Einführung weiterer lokaler Begegnungszonen begünstigen. Die Frage der Kompensation der Parkplätze und der Umgestaltung des Strassenraums müssten jedoch zuerst noch gelöst werden.

Der Grosse Stadtrat wird am 29. Oktober über den Bericht und Antrag des Stadtrates diskutieren. Die im Konzept vorgeschlagenen Begegnungszonen könnten gemäss dem Stadtrat mit minimalem Kostenaufwand in den nächsten zwei Legislaturperioden umgesetzt werden. Allerdings braucht es dazu noch die Zustimmung und Unterstützung der Quartiervereine.

scd