Zivile sollen Parksünder büssen

Statt teuer ausgebildete Polizisten sollen auch auf der Landschaft Assistenten Parkbussen verteilen. Die Luzerner Regierung lässt dies nun prüfen.

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In Zürich können Polizei-Assistenten seit 2004 Parkbussen verteilen. (Bild: Keystone/Martin Ruetschi)

In Zürich können Polizei-Assistenten seit 2004 Parkbussen verteilen. (Bild: Keystone/Martin Ruetschi)

Ein Postulat verlangt, dass der ruhende Verkehr im Kanton Luzern nicht mehr von teuer ausgebildeten Polizisten kontrolliert wird. Vielmehr sollen zivile Polizeiassistentinnen und -assistenten Parkbussen verteilen.

In ihrer gestern publizierten Antwort schreibt die Regierung, das Anliegen werde soweit möglich seit Jahren umgesetzt. Verkehrsassistenten seien auch in der Agglomeration Luzern im Einsatz. Grenzen hat dieser gemäss Regierung aber bei weiter entfernten Gemeinden.

Kürzere Ausbildung, tieferer Lohn

Deshalb erteilt die Regierung der Luzerner Polizei nun den Auftrag, zu prüfen, ob ausserhalb der Stadt Luzern vermehrt zivile Fachkräfte die Parkordnung überwachen könnten. Ihr Einsatz müsse aber effizient und kostensparend sein. Deshalb könne er allenfalls mit anderen Aufgaben kombiniert werden. Die Luzerner Polizei bietet 653 Vollzeitstellen für Polizisten und 15 für Verkehrsassistenten. Letztere durchlaufen eine weniger intensive und lange Ausbildung und erhalten tiefere Löhne.

Karin Winistörfer

Respektlos gegenüber Polizei

SVP-Kantonsrat Marcel Omlin (Rothenburg) sorgt sich, dass vor allem Jugendliche und junge Erwachsene respektlos gegenüber der Polizei seien. Die Regierung schreibt in ihrer gestern publizierten Antwort, die Polizei stelle eine vermehrte Respektlosigkeit fest, gehäuft in der Stadt Luzern. «Wir erklären uns dies vor allem mit dem Ausgehverhalten unserer Gesellschaft.» Auch in anderen Zentren wie Sursee und in ländlichen Gebieten seien vermehrt Leute respektlos.

kwi

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