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Kommentar

Kostenwachstum im Gesundheitswesen: Zu früh gefreut

Die Strategie ambulant vor stationär muss von der Luzerner Regierung konsequent durchgezogen werden. Sonst droht der Spareffekt zu verpuffen.
Alexander von Däniken, Leiter Ressort Kanton
Alexander von Däniken, Leiter Ressort Kanton Luzern

Alexander von Däniken, Leiter Ressort Kanton Luzern

Erst vor dreizehn Monaten hat der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf das kantonale Gesundheitswesen einer Therapie unterzogen: Die Spitäler nehmen seither zwölf bestimmte Eingriffe, wenn möglich ambulant statt stationär, vor. Damit spart der Kanton in einem Jahr 1,5 Millionen Franken, frohlockte der CVP-Regierungsrat bereits im letzten Frühling.

Was für den Steuerzahler nach einer sensationellen Genesung des stetig teurer werdenden Gesundheitssystems klingt, ist für den Prämienzahler noch völlig offen. Die Zahlen der Krankenkassen werden erst auf Ende dieses Jahres erwartet. Zur Erinnerung: Die Versicherer zahlen 45 Prozent der stationären Kosten (der Kanton 55 Prozent) und 100 Prozent der ambulanten Kosten.

Wird mit dem Systemwechsel das finanzielle Leiden nur verschoben? Die Fakten aller Involvierten fehlen noch. Neben den Krankenkassen zählen auch die Spitäler dazu. Diese sagen nun, dass sie künftig mehr Betten benötigen statt weniger, wie verschiedene Ärzteverbände prognostiziert haben. Dabei wäre es eine logische Folge, dass bei weniger stationären Eingriffen auch weniger Betten benötigt werden. Gelingt es nicht, die eingeschlagene Strategie konsequent durchzuziehen, droht der Spareffekt zu verpuffen.

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