Zu viele Probleme in der Stadt Luzern nach der Sek?

Mehr als ein Viertel der Stadtluzerner Sekundarschülerinnen und -schüler finden im Anschluss an die Schule keine Lehrstelle und besuchen deshalb ein Brückenangebot. Die SP wollte vom Stadtrat wissen, weshalb diese Zahl (27 Prozent) so hoch ist, und reichte deshalb eine Interpellation ein.

Robert Knobel
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Nun liegt die Antwort des Stadtrats vor. Dass so viele nach der Sek keine direkte Anschlusslösung finden, habe auch mit dem hohen Anteil an fremdsprachigen Jugendlichen zu tun. Dieser liegt in der Stadt Luzern deutlich höher als anderswo (29 Prozent im Vergleich zu 20,6 Prozent im kantonalen Schnitt). Hinzu komme, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund bei der Lehrstellensuche oft solche Berufe wählen, für die ihre schulischen Leistungen eigentlich nicht ausreichen. Bei dieser Feststellung bezieht sich der Stadtrat auf den Schweizerischen Bildungsbericht.

Generell findet der Stadtrat die Situation «nicht besorgniserregend». Er betont zudem, dass die Brückenangebote ursprünglich zwar für Jugendliche mit Schwierigkeiten geschaffen worden waren. Inzwischen gehören sie aber zum normalen Schulangebot, wie der Stadtrat schreibt: «Ein Übertritt in das Brückenangebot ist aus Sicht der Jugendlichen nicht eine besondere Ausnahmesituation, sondern entspricht aus ihrer Optik einem normalen, regulären Bildungsweg.»