ZÜRICH: Hans W. Kopp ist 77-jährig gestorben

Der gebürtige Luzerner Hans W. Kopp ist am vergangenen Wochenende im Alter von 77 Jahren gestorben. Dies bestätigte der Gemeindeschreiber von Zumikon am Mittwoch zu einem Bericht der Zeitung «Blick».

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Alt Bundesrätin Elisabeth Kopp mit ihrem Ehemann Hans W. Kopp an der Premiere des Weihnachtszirkus Conelli im November 2008. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Alt Bundesrätin Elisabeth Kopp mit ihrem Ehemann Hans W. Kopp an der Premiere des Weihnachtszirkus Conelli im November 2008. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Zur Todesursache des Ehemanns von alt Bundesrätin Elisabeth Kopp wurden keine Angaben gemacht. Nach Informationen des «Blicks» starb Kopp am vergangenen Sonntagabend im Zürcher Universitätsspital.

Der gebürtige Luzerner war vor der Wahl seiner Frau in den Bundesrat als Jurist und Medienexperte bekannt geworden. So präsidierte er die Expertenkommission des Bundes für eine Mediengesamtkonzeption Ende der 1970-er Jahre und moderierte eine medienpolitische Fernsehsendung. Elisabeth Kopp, die im Oktober 1984 als erste Frau in den Bundesrat gewählt worden war, trat im Januar 1989 unter grossem öffentlichem Druck aus der Landesregierung zurück. Die Justizministerin hatte ein Telefongespräch mit ihrem Mann zunächst verschwiegen, in dem sie diesen aufforderte, aus dem Verwaltungsrat einer Notenhandelsfirma zurückzutreten, die unter Geldwäschereiverdacht geraten war. Am 3. September 1991 wurde Kopp wegen Manipulationen im Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung bei der Firma Trans-K-B vom Zürcher Obergericht wegen Betrugs, Urkundenfälschung und Erschleichens einer Falschbeurkundung zu einem Jahr Gefängnis verurteilt.

Kopp verlor später auch sein Anwaltspatent, und das Ehepaar geriet wegen finanzieller Schwierigkeiten und der Zwangsversteigerung seiner Villa in Zumikon in die Schlagzeilen.

ap