ZÜRICH/LUZERN: Prügelnde Luzerner zu Geldstrafen verurteilt

Drei junge Luzerner haben im Zürcher Club Q randaliert und mehrere Gäste brutal verprügelt. Nun wurde das Trio vom Bezirksgericht Zürich zu hohen Geldstrafen verurteilt.

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(Symbolbild Manuela Jans/Neue LZ)

(Symbolbild Manuela Jans/Neue LZ)

Drei junge Männer aus dem Kanton Luzern wurden vom Bezirksgericht Zürich wegen eines Angriffs und wüsten Schlägereien im Zürcher Club Q schuldig gesprochen. Bei den Tätern handelte es sich um einen heute 22-jährigen Schweizer aus Reussbühl sowie einen 25-jährigen Serben aus Ruswil. Der Dritte im Bunde war ein 22-jähriger Italiener aus Luzern. Er hatte am meisten zugeschlagen und galt als Rädelsführer, wie 20 Minuten Online berichtet.

Vor dem Club weiter geprügelt
Der Vorfall ereignete sich am 26. September letzten Jahres. Gegen 4 Uhr kam eine aggressive Stimmung auf, in der Folge zettelte der Italiener eine Schlägerei an und verletzte einen Spanier mit einem Faustschlag am linken Auge. Kurz darauf folgte eine Keilerei mit mehreren Beteiligten. Die Sicherheitsbeamten des Clubs reagierten schnell und stellten die Luzerner sogleich auf die Strasse. Doch auch vor dem Club randalierten die drei Innerschweizer weiter. Die Anklageschrift schildert, wie die Luzerner auf ein Auto mit Gästen aus dem Club Q losrannten, es stoppten und die überraschten Kontrahenten mit Faustschlägen und Fusstritten zu Boden streckten. Die schlimmsten Blessuren der drei verletzten Geschädigten trug der bereits im «Q» verwundete Spanier davon. Er erlitt diverse schwere Prellungen im Kopfbereich.

Geldstrafen von 5'400 bis 12'000 Franken
Der italienische Verkäufer und der Schweizer Logistikassistent legten ein umfassendes Geständnis ab. Der Serbe hingegen bestritt jegliche Gewaltanwendung. Die Angeklagten kassierten hohe Geldstrafen: Der Italiener wurde zu 12'000 Franken sowie 700 Franken Busse und der Schweizer zu 7'700 Franken mit 500 Franken Busse verurteilt. Da es sich um Ersttäter handelt, wurden die Geldstrafen bedingt ausgesprochen. Der mehrfach vorbestrafte Serbe erhielt eine teilbedingte Geldstrafe von 5'400 Franken, wobei er 2'700 Franken bezahlen muss. Zudem die Hälfte der Gerichtskosten.

zim