ZUG: Pendeln wird für Zuger erst 2016 einfacher

Die Bahnverbindung Zug-Luzern wird von immer mehr Passagieren genutzt. Das Tarifsystem kann jedoch nicht mithalten.

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Zugreisende stehen dicht gedrängt in einem Doppelstockwagen der SBB (Symbolbild Keystone).

Zugreisende stehen dicht gedrängt in einem Doppelstockwagen der SBB (Symbolbild Keystone).

Fast jeder Kanton hat sein eigenes Tarifsystem, das entsprechend meist an der Kantonsgrenze Halt macht. So ist es auch zwischen Zug und der Innerschweiz. Mit einem Ticket des Tarifverbundes Zug kommt man in Richtung Luzern nur bis Rotkreuz. Danach beginnt das Gebiet des Passepartout, dem Tarifverbund für Luzern, Ob- und Nidwalden.

Obwohl täglich 14'000 Menschen zwischen den beiden Kantonen pendeln, haben Zug und Luzern noch immer eigene Tarifverbunde. Mühsam ist dies vor allem für Personen, die nicht in Luzern und Zug ein- oder aussteigen. Zwar gab es vor einigen Jahren Bestrebungen, einen Tarifverbund für die gesamte Zentralschweiz aufzubauen. Die Pläne scheiterten aber, weil die Kosten für Zug stark gestiegen wären.

Einen neuen Anlauf wollen Zug und Luzern nicht nehmen. In Zug hofft man darauf, dass die Kombinierungsmöglichkeiten der verschiedenen Verbund-Abos künftig auf nationaler Ebene verbessert werden. Dies ist frühestens 2016 der Fall.