ZUGSTRECKE AM ROTSEE: Kanton will die Doppelspur nun umsetzen

Zürich finanziert seine Bahn-Projekte selbst, weil der Bund kein Geld hat. Zug auch. Luzern zögert noch.

Drucken
Teilen
Kantonsingenieur Fredy Rey. (Archivbild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Kantonsingenieur Fredy Rey. (Archivbild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Der Kanton Luzern und die SBB haben Verhandlungen aufgenommen über ein Vorprojekt für die Bahn-Doppelspur am Rotsee. Das bestätigt auf Anfrage der Luzerner Kantonsingenieur Fredy Rey.

Anlass der Gespräche: Weil der Bund den Ausbau am Rotsee nicht als prioritär einstuft, sind aus Bern vorläufig keine Beiträge zu erwarten. Luzern drängt indes auf die Umsetzung des 200-Millionen-Projekts; deshalb geht es in den Gesprächen mit den SBB auch um eine finanzielle Beteiligung des Kantons, zum Beispiel in Form einer Vorfinanzierung.

Nadelöhr Bahnhofzufahrt
Es geht aber auch um andere Knacknüsse. Die Doppelspur am Rotsee würde Zusatzverkehr ins Rontal bringen – Verkehr, der auch in der Bahnhofzufahrt Luzern bewältigt werden müsste. Der Ausbau der Bahnhofzufahrt kostet 450 Millionen Franken und ist in der Zukünftigen Entwicklung der Bundes-Bahnprojekte (ZEB) nicht einmal vorgesehen, also «vor 2030 kein Thema», kommentierte Ende 2007 der Luzerner Baudirektor Max Pfister.

«Bis Ende 2008» würden die SBB Szenarien vorlegen, wie sich der zu erwartende Mehrverkehr in den Bahnhof Luzern schleusen lässt. Diese Szenarien «könnten dann auch die Freigabe für ein Vorprojekt für die Doppelspur am Rotsee bewirken», formuliert Fredy Rey.

Andreas Töns

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.