Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ZUGUNFALL: Diese Ursachen stehen im Vordergrund

Die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (Sust) hat nach dem Zugunfall im Bahnhof Luzern erste Spuren gesichert. Eindeutige Hinweise auf die Ursache gibt es noch nicht. Im Zentrum stehen aber technische Probleme.
Die verunfallten Bahnwaggons stehen eingangs Bahnhof Luzern. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 23. März 2017))

Die verunfallten Bahnwaggons stehen eingangs Bahnhof Luzern. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 23. März 2017))

Christian Glaus

christian.glaus@luzernerzeitung.ch

Die Sust untersucht den Bahnunfall in Luzern. Sie war am Mittwochnachmittag mit vier Personen vor Ort und hat dabei Spuren gesichert, wie Christoph Kupper, Bereichsleiter Bahnen und Schiffe der Sust auf Anfrage unserer Zeitung sagt. «Unter anderem haben wir die Radprofile des Zugs gemessen. Diese geben Auskunft darüber, ob die Räder richtig auf den Schienen lagen.» Zudem seien Beteiligte und Betroffene befragt worden. Mit dem Lokführer des verunfallten Zugs konnte die Sust allerdings noch nicht reden. «Dieser wurde vor unserem Eintreffen von der Polizei befragt und anschliessend nach Hause entlassen. Wir werden in den nächsten Tagen mit ihm reden», so Kupper. Das gilt auch für den Lokführer eines entgegenkommenden Zugs, der den Unfall beobachtet hat.

Zug ist am Anfang einer Weiche entgleist

Gesichert ist, dass der Zug bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Luzern Richtung Basel am Anfang einer Weiche entgleist ist. Weshalb, ist noch unklar. Auch weiss man bei der Sust noch nicht, welche Achse des Zugs aus dem Gleis gesprungen ist und wie schnell der Zug zum Zeitpunkt des Unfalls gefahren ist. Zur Unfallursache kann sie daher noch keine Angaben machen. «Wir haben bis jetzt keine Hinweise auf Abweichungen gefunden, weder am Zug, noch an den Gleisen.» Es gebe viele Faktoren, die zum Unfall geführt haben könnten. Beim Zug könnten dies Beschädigungen an der Radachse, Probleme mit dem Federsystem oder mit der Neigetechnik sein. Bei den Gleisen kommen etwa Absenkungen, Gleisschäden oder Störungen an der Weiche als mögliche Ursachen in Frage. «Auch die Geschwindigkeit könnte eine Ursache sein», so Christoph Kupper. Denkbar sei aber auch, dass es ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren gebe. Klarheit herrscht erst, wenn die Sust alle Daten ausgewertet hat. Wie lange die Untersuchung dauern wird, kann Kupper noch nicht abschätzen.

Der verunfallte Zug des Typs ETR 610 hat in der Bevölkerung keinen guten Ruf. Er gilt als pannenanfällig. «Unsicher ist er aber nicht, sonst dürfte er in der Schweiz nicht fahren», sagt Christoph Kupper dazu. «Es geht eher um die Verfügbarkeit, die Probleme bereitet.» Der verunfallte Zug gehört der Trenitalia. Wurde er möglicherweise schlecht gewartet? Kupper will dies nicht kommentieren. «Die Wartung ist aber ebenfalls ein Faktor, den wir anschauen werden.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.