ZUKUNFT: Zwei Luzerner gewinnen Kurzfilm-Preis

Am Kurzfilmfestival «Shnit» in Bern wurden zum siebten Mal drei Videoclips mit dem Helvetas Clip Award ausgezeichnet. In den Kurzfilmen gehen die Autoren der Frage nach, wie die Welt im Jahr 2030 aussehen wird. Gewonnen haben zwei Luzerner.

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An der Verleihung des Helvetas Clip Award "News from the Future - Die Welt 2030" im Rahmen des Kurzfilmfestivals Shnit im Kornhausforum Bern. Von links: Charles Grandjean (3. Preis), Jéròme Grandjean (2. Preis), Daniel Lauber (1.Preis), Kurt de Lorenzo und Edwin Moser (Publikumspreis). (Bild: pd)

An der Verleihung des Helvetas Clip Award "News from the Future - Die Welt 2030" im Rahmen des Kurzfilmfestivals Shnit im Kornhausforum Bern. Von links: Charles Grandjean (3. Preis), Jéròme Grandjean (2. Preis), Daniel Lauber (1.Preis), Kurt de Lorenzo und Edwin Moser (Publikumspreis). (Bild: pd)

„News from the future – die Welt im 2030“ war das Motto des siebten Helvetas Clip Award. Wie es in der Medienmitteilung der Veranstalter heisst, will die UNO bis in 15 Jahren die Armut besiegen und die Klimaveränderungen in den Griff bekommen. Dazu hat sie Ende September die neuen nachhaltigen Entwicklungsziele verabschiedet. Viele Wettbewerbsteilnehmer seien skeptisch und würden in 60 Sekunden ein kritisches Bild der Zukunft zeichen, heisst es in der Mitteilung der Helvetas vom Freitag.


Am 8. Oktober wurden die Sieger im Rahmen des internationalen Kurzfilmfestivals «Shnit» in Bern prämiert. Auf den ersten Platz hat die Jury den Film „iFood“ von José Romero aus Luzern und Daniel Lauber aus Sursee gewählt. Sie beamen einen Fisch per Smartphone vom kasachischen Balkhash-See ins Konsumparadies Europa.

Für den jungen Kasachen, der den Fisch gefangen hat, erweisen sich die neuen Technologien allerdings als wenig hilfreich. Eigentlich habe er den Fisch nur fotografieren wollen, doch das Tier landet auf einem europäischen Teller. Ob dies einer Fehlmanipulation des Fischers geschuldet sei oder daran liege, dass die neuen Technologien bewusst so konzipiert sind, dass die Armen übers Ohr gehauen werden, bleibe offen, schreiben die Veranstalter in der Mitteilung.

Im zweitplatzierten Film „Refugees Welcome“ zeigt der Berner Jérôme Blum eine satirische Zukunftsvision, die die globalen Verhältnisse auf den Kopf stellt.

Für Stefan Stolle, der als Vertreter von Helvetas in der Wettbewerbsjury sass, ist es kein Zufall, dass viele Beiträge sich kritisch mit der Zukunft auseinandersetzen. «In der öffentlichen Wahrnehmung werden Entwicklungsländer mit Armut, Krieg und Umweltverschmutzung in Verbindung gebracht», wird er in der Medienmitteilung der Helvetas zitiert. «Dabei hat sich in den letzten Jahrzehnten vieles verbessert. So wurde die Zahl der Menschen, die in Armut lebt, seit 1990 halbiert». Hier gibt es noch viele Aufklärungsarbeit zu leisten.

pd/kst