Zum Schutz der Chauffeure: Fronttüren bleiben bei VBL, Postauto, ZVB und Auto AG geschlossen

Die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) wollen gerüstet sein, falls viele Mitarbeitende wegen des Coronavirus ausfallen oder die Behörden Auflagen machen. Sie erörtern daher mögliche Fahrplananpassungen. Erste Auswirkungen zeigen sich bereits zu Stosszeiten.

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(sda/zg/adm) Seit der Empfehlung des Bundes seien in den Hauptverkehrszeiten die Fahrgastfrequenzen eher rückläufig, hiess es bei den VBL am Dienstag auf Anfrage. Genaue Zahlen lägen allerdings nicht vor. Als Vorsichtsmassnahme habe die Planungsabteilung den Auftrag erhalten, sich Gedanken zu machen, wie die Fahrpläne der Situation entsprechend angepasst werden könnten, wenn sich das Virus weiter ausbreite.

Bereits angepasst hat das Verkehrsunternehmen die Vorgaben für seine Kundenberater analog zu den SBB. Bei Kontrollen nehmen die Mitarbeitenden den Swiss Pass nicht mehr selbst in die Hand. Dies gelte auch für die Handys von Kundinnen und Kunden, die Tickets online gelöst haben.

Fronttüren bleiben geschlossen

Die VBL und auch die Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB) übernehmen zudem die Vorgaben von Postauto und dem Zürcher Verkehrsverbund (ZVV). Diese hatten entschieden, die Fronttüren geschlossen zu halten und die erste Sitzreihe hinter dem Fahrerraum abzutrennen. Entsprechend wird auch der Verkauf von Tickets durch das Fahrpersonal eingestellt.

Die Fronttüre bleibt künftig geschlossen.

Die Fronttüre bleibt künftig geschlossen. 

Bild: Pius Amrein (Luzern, 16. Dezember 2019)

«Wir wollen unsere Mitarbeiter schützen»

Wie Sprecherin ZVB-Sprecherin Karin Fröhlich erklärt, bleibt die vorderste Tür geschlossen und die erste Sitzreihe wird gesperrt. «Mit dieser Massnahme wollen wir unsere Mitarbeiter schützen und sicherstellen, dass wir den Busbetrieb aufrechterhalten können, auch wenn die Pandemie weiter zunehmen sollte.» Die Massnahme habe man auf Empfehlung der Marktführerin Postauto ergriffen. In Zug soll diese bis Ende Woche umgesetzt werden.

Auch in den Bussen der Auto AG Schwyz werden die Fronttüren geschlossen und die vorderste Sitzreihe gesperrt. Mittels eines Absperrbandes stellt die geschlossene Sitzreihe einen Mindestabstand zum Chauffeur sicher.