Zum Schutz die Waffe weggenommen

Die Angehörigen der Armee bewahren ihre Waffe zu Hause auf. Nicht alle dürfen dies. Denn sie sind für sich oder für andere eine Gefahr.

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Stefan Brauchli von der Dienststelle für Militär, Zivilschutz und Justizvollzug mit einer SIG-Armeepistole P75 in der Retablierungsstelle im Armee-Ausbildungszentrum Luzern. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Stefan Brauchli von der Dienststelle für Militär, Zivilschutz und Justizvollzug mit einer SIG-Armeepistole P75 in der Retablierungsstelle im Armee-Ausbildungszentrum Luzern. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Fast immer bewahren Soldaten ihre persönliche Armeewaffe korrekt auf. Sie bedrohen niemanden, und sie schiessen erst recht nicht auf Menschen oder laufen Amok. Aber in den Jahren 2004 bis 2007 gab es im Kanton Luzern in 14 Fällen «konkrete Anzeichen oder Hinweise», dass ein Armeeangehöriger «sich selbst oder Dritte mit der Waffe gefährden könnte» oder diese missbrauchen wollte. Diese Kriterien legt eine Bundesverordnung fest, damit jemandem vorsorglich die Armeewaffe abgenommen werden kann. 

Ob die 14 Personen jemanden erschossen hätten, wäre die Waffe nicht hinterlegt worden, lässt sich nicht beurteilen. «Wird die Waffe vorsorglich abgenommen, ist das eine niederschwellige Massnahme, um die Sicherheit zu erhöhen», erläutert Eva Zwahlen, stellvertretende Chefin Kommunikation der Logistikbasis der Armee in Bern.

Gründe, um (Armee-)Waffen einzuziehen, gibt es natürlich noch andere. Sie werden im Waffengesetz und im Strafrecht und Strafprozessrecht geregelt. Beschlagnahmungen sind etwa möglich, wenn jemand keinen Waffenschein besitzt oder mit der Waffe eine strafbare Tat begangen hat. 

Karin Winistörfer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung