Zunft zur Emme hofft auf die Frauen

Die Zunft zur Emme stand wegen Nachwuchsproblemen kurz vor ihrer Auflösung. Nun sollen Frauen die Zunft retten.

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Ob es künftig auch ohne Tarnung geht? Frauen erobern langsam die männerdominierten Zünfte, zum Beispiel die Zunft zur Emme. (Bild: Karikatur Jals)

Ob es künftig auch ohne Tarnung geht? Frauen erobern langsam die männerdominierten Zünfte, zum Beispiel die Zunft zur Emme. (Bild: Karikatur Jals)

In der Stadt Luzern und Agglomeration gelten Zünfte traditionell als Männerdomäne. Die Zunft zur Emme hat dies nun als eine der ersten lokalen Zünfte geändert und nimmt neu auch Frauen als aktive Mitglieder auf. Walter Rogger, Präsident der Zunft zur Emme, erklärt: «Wir haben eine schwierige Zeit hinter uns und brauchen dringend Nachwuchs.» So hatte die Zunft zur Emme in den vergangenen zwei Jahren keinen Zunftmeister und stand kurz vor ihrer Auflösung. Mittlerweile hat die Zunft gerade noch 15 Mitglieder.

Auch die Stadtluzerner Zunft zum Dünkelweiher hat aktive weibliche Zunftmitglieder. 1984 wurden Frauen offiziell zugelassen. In den meisten hiesigen Zünften ist es aber kein Thema, Frauen als aktive Mitglieder aufzunehmen. «Wir bleiben vorläufig eine reine Männerzunft - dies gehört zu unserer Tradition», sagt Seppi Burri, Gallivater 2011. Auch die über 600-jährige Zunft zu Safran hat nur männliche Mitglieder. Auch in der Megger Fröschenzunft werden keine Frauen aufgenommen.

Anders sieht die Situation in ländlicheren Gegenden aus. So heisst beispielsweise die Fleckenzunft zu Beromünster auch Frauen herzlich willkommen. Und bei der 1983 gegründeten Höckeler-Zunft Neuenkirch waren bereits im ersten Zunftrat Frauen vertreten.

Olivia Steiner

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.