Zur umstrittenen Reussportbrücke sind beim Kanton Luzern 61 Fragen eingegangen

Die Vernehmlassung zur Reussportbrücke läuft noch bis Ende Mai. In der Zwischenzeit hat der Kanton Fragen zum Projekt beantwortet.

Hören
Drucken
Teilen
So könnte die Reussportbrücke dereinst aussehen.

So könnte die Reussportbrücke dereinst aussehen.

(Visualisierung: Swiss Interactive AG)

(avd) Er ist das umstrittenste geplante Bauprojekt im Kanton Luzern seit Jahren: Der Zubringer zum Autobahnanschluss Lochhof im Norden der Stadt Luzern. Das als Spange Nord bekannte Projekt hat der Kanton mittlerweile zu einer neuen Brücke redimensioniert; der Reussportbrücke. Bis am 31. Mai läuft hierzu die Vernehmlassung.

Parallel hat das federführende Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement (BUWD)Interessierten die Gelegenheit gegeben, schriftlich Fragen einzureichen. Die Frist lief am 20. Dezember ab. Gestern hat das Departement den Fragenkatalog und die Antworten veröffentlicht. Eingegangen sind 61 Fragen, die anonymisiert wurden. Zu den Antworten gibt es auch das «Faktenblatt zur Reussportbrücke», die Dokumente sind auf der Website des Kantons abrufbar (siehe Hinweis).

Was ist der Nutzen für die gesamte Stadt?

Eine Frage dreht sich um die Reussportbrücke in Verbindung mit dem Agglomerationsprogramm der vierten Generation, das aktuell erarbeitet wird. Wie werden diese Vorhaben aufeinander abgestimmt? Gemäss BUWD ist die Spange respektive Brücke nicht als Baureif im Aggloprogramm aufgeführt. Das könne sich erst ändern, wenn definitive Klarheit über das Projekt besteht – nach Abschluss der Vernehmlassung und nach der Beratung im Kantonsrat.

Gefragt wurde auch nach dem Nutzen des Projekts für die gesamte Stadt. Laut BUWD kann ein Teil des Verkehrs aus der Stadt heraus auf die Autobahn verlagert werden, was Teilgebiete der Stadt entlaste – insbesondere im Quartier der Baselstrasse. Durch den neuen Anschluss Lochhof werde die Belastung der bestehenden Anschlüsse Luzern-Zentrum, Emmen-Süd und Luzern-Kriens reduziert: Der Verkehr verteile sich besser auf die verschiedenen Anschlüsse.

Zudem verbessere sich die Zuverlässigkeit des ÖV. Für den Langsamverkehr «ergeben sich neue direkte und sichere Verbindungsmöglichkeiten».

Hinweis: Die Dokumente über das Projekt und die Umfrage finden Sie auf der Website
gesamtsystem-bypass.lu.ch

Mehr zum Thema