ZUSAMMENARBEIT: Kriens und Emmen legen Informatik zusammen

Die Luzerner Vorortsgemeinden Kriens und Emmen legen ihre Informatik-Aufgaben in einem Gemeindeverband zusammen. Nachdem das Emmer Gemeindeparlament im Dezember Ja gesagt hatte, stimmte nun auch der Krienser Einwohnerrat der Kooperation zu.

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Die gemeinsame EDV-Lösung ist beschlossene Sache. (Bild: Boris Bügrisser / Neue LZ)

Die gemeinsame EDV-Lösung ist beschlossene Sache. (Bild: Boris Bügrisser / Neue LZ)

Der Einwohnerrat gab der Schaffung eines Informatik-Gemeindeverbands am Donnerstag einstimmig bei sieben Enthaltungen seine Zustimmung, wie die Gemeinde Kriens mitteilte.

In der Debatte seien der Weg und das Vorgehen bei der Bearbeitung des Projektes kritisiert worden. Die CVP habe vergeblich eine Rückweisung der Vorlage verlangt, weil verschiedene Informationen erst nachträglich vorgelegen seien, heisst es in der Mitteilung weiter.

Kriens und Emmen werden ab Mitte 2014 alle ihre Informatik-Aufgaben durch eine neue Organisation ausführen lassen. Dem Verband sollen sich weitere Gemeinden anschliessen können. Eine ähnliche Zusammenarbeit existiert bereits mit dem Verband REAL für die Abfallentsorgung.

Durch die Zusammenarbeit bei der Informatik wollen die beiden Gemeinden Fachwissen vereinigen und Doppelinvestitionen vermeiden. Zudem wollen sie mit der Auslagerung der Informatik in einen Verband die Datensicherheit wahren. Dies ist nach Meinung der Gemeinderäte ein wesentlicher Vorteil gegenüber einer kompletten Ausgliederung.

Das Informatik-Projekt geht zurück auf den vertieften Austausch beider Gemeinden im Zusammenhang mit Abklärungen für eine Grossfusion in der Agglomeration Luzern. Im Frühjahr 2012 lehnten die Stimmbürger in Kriens, Ebikon, Adligenswil und Emmen eine Fusion mit Luzern ab. (sda)