«Zustand der Kinderzähne ist oft erschreckend»

Obwohl die Schülerzähne immer mehr Löcher haben: Vorbeugeun­terricht ist nicht mehr Kantonssache. Das löst Besorgnis aus.

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Die Luzerner Dentalhygienikerin Tannaz Derakhshanian bei der Arbeit. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Die Luzerner Dentalhygienikerin Tannaz Derakhshanian bei der Arbeit. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Seit dem 1. Januar sind neu die Gemeinden für die Durchführung der Zahnprophylaxe verantwortlich. Vorher war das Kantonssache. Dieser Entscheid löst in zahnmedizinischen Kreisen Besorgnis aus. Violette Fellmann, Instruktorin für Zahnprophylaxe aus Sursee, sieht den Entscheid als Rückschritt: «Die Qualität der Prophylaxe könnte leiden, wenn sie nicht mehr
von einer zentralen, kantonalen Stelle aus organisiert wird.» Denn durch eine einheitliche Handhabung könne auch eine einheitliche Qualität garantiert werden.

Dass zumindest gezieltes Vorbeugen in Sachen Zahnhygiene nötig ist, bestätigt diese Aussage: «Ich kann hundertprozentig bestätigen, dass Karies bei Schülern in den letzten Jahren zugenommen hat», sagt Schulzahnarzt Peter Frei aus Sursee. Karies ist der zahnmedizinische Ausdruck für «Löcher». Zahlenmässig lässt sich das allerdings nicht klar belegen. Gemäss Statistik von Kantonszahnarzt Marc Bourqui mussten sich 2007 von den 33 054 schulzahnmedizinisch untersuchten Kindern im Gebiet Luzern-Land knapp 42 Prozent einer Behandlung unterziehen. Im Vorjahr waren es knapp 40 Prozent.

Laura Schütt

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung