Zwei 16-jährige Bombenbastler verurteilt

Zwei 16-jährige Schweizer haben ein Jahr lang Knallkörper, Sprengstoffe und Rauchbomben hergestellt und verkauft. Sie lieferten auch die Knaller, mit welchen im Frühjahr mehrere Briefkästen in der Region Luzern gesprengt wurden.

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Ein Briefkasten nach der Sprengung. (Bild: pd)

Ein Briefkasten nach der Sprengung. (Bild: pd)

Ein Jugendlicher und ein junger Erwachsener haben in der Nacht auf den 26. Mai in mehreren Luzerner Vorortsgemeinden mit Knallkörpern Briefkästen gesprengt. Die Luzerner Polizei konnte die beiden Schweizer ermitteln und festnehmen. Der Jugendliche wurde von der Jungendanwaltschaft mit einer Arbeitsleistung von fünf Tagen bestraft. Das Verfahren gegen den jungen Erwachsenen wurde an die Bundesanwaltschaft weitergeleitet.

Weitere Abklärungen haben ergeben, dass die Knallkörper von einem 16-jährigen Schweizer aus Eschenbach hergestellt und verkauft wurden, schreibt die Staatsanwaltschaft Luzern in einer Medienmitteilung vom Montag. Bei einer Hausdurchsuchung hat die Polizei explosionsgefährliche Materialien sichergestellt und zusammen mit Experten vernichtet. Die Untersuchungen der Polizei sind abgeschlossen.

Mit explosionsgefährlichen Materialien experimentiert

Die Polizei hat ermittelt, dass der 16-jährige Jugendliche zusammen mit einem gleichaltrigen Kollegen unter anderem Knallkörper, Sprengstoffe und Rauchbomben herstellte und teilweise verkaufte. Seit dem Sommer 2011 haben die beiden Jugendlichen mit den explosionsgefährlichen Materialien experimentiert.

Der 16-jährige Haupttäter wurde von der Jugendanwaltschaft unter anderem wegen Gefährdung durch Sprengstoffe und Anbau und Verkaufs von Betäubungsmittel mit einer Arbeitsleistung von 8 Tagen bestraft. Zudem muss er Untersuchungskosten von rund 4000 Franken bezahlen. Sein Komplize wurde zu einer Arbeitsleistung von 6 Tagen verurteilt. Auch gegen die beiden Väter der beiden Haupttäter wurden Untersuchungen unter anderem wegen Gehilfenschaft zu Gefährdung durch Sprengstoffe eingeleitet.

Die Verfahren wurden an die Bundesanwaltschaft weitergeleitet.

pd/zim