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Altwis: Zwei Parteilose aspirieren auf den «Ammann»

Aktuell steckt die Gemeinde Altwis in Fusionsgesprächen mit Hitzkirch. Vor einem möglichen Zusammenschluss braucht Altwis aber noch einen neuen Gemeindeammann. Max Ackermann und Josef Höltschi stellen sich zur Wahl. Wer sind sie?
Ernesto Piazza
Die Gemeinde Altwis aus der Luft (Drohnen-Bild: Pius Amrhein)

Die Gemeinde Altwis aus der Luft (Drohnen-Bild: Pius Amrhein)

Altwis möchte einen Zusammenschluss mit Hitzkirch. Ein entsprechendes Gesuch liegt beim dortigen Gemeinderat auf dem Tisch. Doch zuvor muss die ­fusionswillige Kommune für den Rest der Legislatur 2016 bis 2020 noch einen Gemeindeammann wählen. Dieser Schritt wurde notwendig, weil Markus Thomi seinen Rücktritt per Ende August eingereicht hatte. Mittlerweile ist sogar bekannt geworden, dass er aus persönlichen Gründen bereits einen Monat früher aus dem Amt scheidet. Um seine Nachfolge kommt es am 10. Juni zu einer Kampfwahl zwischen den beiden Parteilosen Max A. Ackermann (52) und Josef Höltschi (60).

«Ich habe bisher zwar keine politische Erfahrung, doch mich reizt die neue Herausforderung», erklärt Max Ackermann. Er bezeichnet sich «auf diesem Gebiet als Quereinsteiger». Und er sagt auch: «Ich habe Respekt vor der möglichen Aufgabe.» Diese Ausgangslage hindert den 52-Jährigen, welcher bei einer Immobilienverwaltung arbeitet, aber nicht, für das Amt zu kandidieren. Vielmehr ist Ackermann überzeugt, dass er in «der überschaubaren Gemeinde ein sehr interessantes Arbeitsspektrum» antreffen würde. Zudem habe er für das 30-Prozent-Pensum noch freie Kapazitäten, versichert Ackermann.

Kandidat Nummer 1: Max Ackermann, parteilos. (Bild: PD)

Kandidat Nummer 1: Max Ackermann, parteilos. (Bild: PD)

Sollte Max Ackermann gewählt werden, müsste er sich unweigerlich mit dem Thema Fusion auseinandersetzen. Er sagt dazu: «Bei einem finanzschwachen Korsett muss eine Gemeinde eine Alternative ins Auge fassen.» Daher betrachtet er sich nicht explizit als Fusionsgegner. «Allerdings darf man sich nicht blind auf eine mögliche Annahme der Fusion stützen. Daher sollte unbedingt ein Plan B ausgearbeitet werden.» Als Gemeindeammann gewählt, würde Ackermann den Entscheid – wie auch immer dieser aussieht – mittragen. Zudem möchte der 52-jährige, verheiratete Ackermann, die «Werbetrommel rühren, um weiteres Steuersubstrat nach Altwis zu holen».

«Mir fehlt es hier schlicht an Solidarität»

Sein Gegenspieler im Kampf um das Amt des Gemeindeammanns, Josef Höltschi, ist dorfintern politisch regelmässig unterwegs. «Jetzt ist es für mich an der Zeit, selber aktiv zu werden.» Mit seinem Vorgehen will der 60-jährige Parteilose «seine» Gemeinde, welche «ich wie meine eigene Hosentasche kenne, nicht einfach fallen lassen.»

Als Selbstständigerwerbender in der Nahrungsmittelbranche arbeitend, bietet ihm diese Aufgabe viel Flexibilität – und die Zeit, um das Amt des Gemeindeammanns auszuüben. Zudem erklärt Josef Höltschi: «Ich verfüge über viel politische Erfahrung.» Als Präsident des Luzerner Kantonalverbandes der Schweizischen Volksmusik habe er zum Beispiel oft mit nationalen, kantonalen oder kommunalen Politikern zu tun.

Kandidat 2: Josef Höltschi, er ist ebenfalls parteilos. Bild: PD

Kandidat 2: Josef Höltschi, er ist ebenfalls parteilos. Bild: PD

Und wie stellt sich der verheiratete, zweifache Familienvater zu einem möglichen Zusammenschluss mit Hitzkirch? «Ich bin grundsätzlich nicht gegen eine Fusion», sagt er. Dadurch, dass der Kanton die Gemeinden finanziell immer mehr belaste, sei es für ein 400-Seelen-Dorf wie Altwis schwierig, eigenständig zu überleben. «Mir fehlt es hier schlicht an Solidarität.» Deshalb ist für ihn klar: «Die Fusion von Altwis mit Hitzkirch wird kommen. Diesem Weg können wir uns nicht verschliessen.»

Das sagt Hitzkirch

Wie beurteilt Hitzkirch das Fusionsthema mit Altwis – nachdem die Schongauer sich in der Zwischenzeit gegen die Aufnahme von Fusionsgesprächen aussprachen (wir berichteten)? «Wir haben ihre Meinung zur Kenntnis genommen», sagt der Hitzkircher Gemeindepräsident David Affentranger. «Momentan suchen wir mit dem Gemeinderat von Altwis einen Gesprächstermin.» Er geht davon aus, dass Ende Juni klar ist, «wie die Projektorganisation aussieht.» Ziel sei nach wie vor, zügig voranzugehen. Die Bevölkerung müsse wissen, «welchen Standpunkt wir vertreten», so Affentranger. Hitzkirch verfolgt momentan auch den Fusionsprozess zwischen Altishofen und Ebersecken intensiv mit. «Wir haben mit Freude zur Kenntnis genommen, dass der Kanton die Problematik erkannt hat», betont der Hitzkircher Gemeindepräsident. Und damit meint Affentranger sicherlich den Umstand, dass der Regierungsrat dort für einen Zusammenschluss 4,6 Millionen lockermachen will – und damit mehr als bei Fusionen sonst üblich. (ep)

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