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Zwei Corona-Virus-Fälle im Kanton Luzern – weitere Verdachtsfälle in Abklärung

Im Kanton Luzern wurde bei zwei Personen das Corona-Virus nachgewiesen. Sie befinden sich in guter gesundheitlicher Verfassung.

René Meier
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Bislang wurden im Kanton Luzern bei zwei Personen das Corona-Virus nachgewiesen. Es handelt sich um eine 16-jährige Schülerin der Kanti Alpenquai in Luzern. Sie hat sich in der Lombardei aufgehalten und wurde laut dem Kantonsarzt Roger Harstall mutmasslich dort infiziert. Sie zeigt Symptome, befindet sich aber in guter gesundheitlicher Verfassung. 20 Mitschüler, acht Lehrpersonen sowie die Eltern wurden zur Beobachtung zu Hause unter Quarantäne gestellt, das heisst, sie müssen 14 Tage zuhause bleiben.

Kantonsapotheker Stephan Luterbacher beantwortet Leserfragen:

Bei der zweiten infizierten Person im Kanton Luzern handelt es sich um einen 45-jährigen Familienvater. Er hat sich laut Kantonsarzt Roger Harstall in der Schweiz angesteckt. Dieser Mann war in engem Kontakt mit einer Person, die ebenfalls in einem anderen Kanton positiv getestet wurde. Er sowie zwei weitere Personen aus dem Familienumfeld wurden unter Quarantäne gestellt.

Der Livestream von der Medienkonferenz:

Der Liveticker von der Medienkonferenz:

14:29 Uhr

Marco Rossi zur Situation in der Notfallstation im Kantonsspital Luzern: «Viele Personen kommen, die eine normale Erkältungskrankheit haben, aber gar nicht in einem Risikogebiet waren.» Da würden die Mitarbeiter an ihre Grenzen kommen. Damit endet die Medienkonferenz.

14:28 Uhr

Guido Graf zum Vorrat der Schutzmasken im Kanton Luzern: «Der Bund hat ein Reservoir, auch der Kanton Luzern. Das Volumen ist sehr gross.» Konkrete Zahlen nennt der Gesundheitsdirektor nicht.

14:27 Uhr

Marco Rossi zur Belegung in der Isolierstation: «Es ist denkbar, dass die Station mit zwölf Patienten bald voll ist. Das Spital hat aber die Möglichkeiten, die Bettenkapazität durch Anpassungen im Normalbetrieb auszudehnen.»

Bild: Patrick Hürlimann (Luzern, 5. März 2020)
14:26 Uhr

Marco Rossi zur Isolierstation: «Die Räume standen vor Ausbruch des Corona-Virus leer und waren für uns ein Glücksfall. Deshalb konnten sie so schnell in Betrieb genommen werden.» Es gibt dort sechs Zimmer à zwei Betten, für total zwölf Patienten:



Bild: Patrick Hürlimann (Luzern, 5. März 2020)
14:22 Uhr

Kantonsarzt Roger Harstall: «Es steht nicht zur Diskussion, weitere, einzelne Schüler von der Kantonsschule Alpenquai vom Betrieb auszuschliessen.» Und weiter:

«Wer krank ist, geht nicht zur Schule.»
14:22 Uhr

Nun startet die Fragerunde der Journalisten.

14:21 Uhr

Guido Graf: «Falls die Infektionszahlen stark ansteigen würden, werden Personen mit leichtem Krankheitsverlauf zuhause isoliert.» Im Kanton Luzern gibt es nebst den beiden bestätigten Fällen aktuell weitere Verdachtsfälle. Diese befinden sich in Abklärung.

14:20 Uhr

Alle Veranstaltungen sind meldungspflichtig, ruft Guido Graf in Erinnerung. Eine Arbeitsgruppe sei eingesetzt worden, um Ansprüche auf Kurzarbeit wirtschaftlich abwickeln zu können.

14:17 Uhr
«Jeder im Kanton Luzern muss helfen, das Verbreiten des Corona-Virus zu verhindern. »

Das heisst: man schützt sich selber, und man gibt das Virus nicht weiter. Guido Graf ruft die sechs Verhaltensregeln des Bundes in Erinnerung:

14:12 Uhr

Guido Graf: «Das Corona-Virus im Kanton Luzern hat zwei Dimensionen, eine seuchenpolizeiliche und eine politische».
Seuchenpolizeilich: «Das Corona-Virus wird sich auch im Kanton Luzern weiter ausbreiten. Es gibt keine Resistenzen in der Bevölkerung und es gibt keinen Impfstoff.» Hier komme die Politik ins Spiel: «Bund und Kantone haben beschlossen, mit ihren Massnahmen die Verbreitung des Virus zu verzögern. Also die Epidemie über einen möglichst langen Zeitraum zu strecken.»

Bild: Patrick Hürlimann (Luzern, 5. März 2020)
14:09 Uhr

Marco Rossi, Chefarzt Infektiologie am Kantonsspital Luzern, zur infizierten Schüler an der Kanti Alpenquai: «Der Schülerin geht es sehr gut. Das Spital klärt bereits ab, wann sie wieder nach Hause gehen kann.» und weiter: «Wir sind vorbereitet, dass wir weitere Personen aufnehmen können.»

14:06 Uhr

Ein 45-jähriger Mann ist im Kanton Luzern positiv getestet worden. Damit gibt es im Kanton Luzern zwei Corona-Virus-Fälle. Er hat sich laut Kantonsarzt Roger Harstall in der Schweiz angesteckt. Dieser Mann war in engem Kontakt mit einer Person, die ebenfalls in einem anderen Kanton positiv getestet wurde. Er sowie zwei weitere Personen aus dem Familienumfeld wurden unter Quarantäne gestellt.

14:04 Uhr

Eine infizierte Schülerin an der Kanti Alpenquai, was hat das für Konsequenzen?
Dazu Kantonsarzt Roger Harstall: «Die Eltern, zwanzig Mitschüler sowie acht Lehrpersonen, die an der Kanti Alpenquai unterrichten, sind in Quarantäne gebracht worden.» Dazu haben sie auch entsprechende Verhaltensanweisungen erhalten. Was bedeutet das für diese Personen, die unter Quarantäne sind?

«Die Personen sind gesund, nicht krank. Sie dürfen 14 Tage nicht nach draussen»

sagt Kantonsarzt Roger Harstall. Die Schüler, die sich in Quarantäne befinden, werden schulisch via Fernunterricht begleitet. Die nicht betroffenen Klassen besuchen weiterhin regulär den Unterricht. Der Betrieb an allen Schulen geht regulär weiter. Harstall:

«Schulschliessungen sind gemäss dem heutigen Stand im Kanton Luzern kein Thema. »
14:02 Uhr

Beim ersten positiven Fall im Kanton Luzern handelt es sich um eine 16-jährige Schülern, welche die Kantonsschule Alpenquai in Luzern besucht. Sie hat sich zusammen mit ihren Eltern vom 21. bis 24. Februar in einem Risikogebiet in Norditalien (in der Nähe von Brescia und Bergamo) aufgehalten und wurde mutmasslich dort infiziert. Die Frau wurde umgehend ins Kantonsspital Luzern gebracht. Im Kantonsspital wird sie medizinisch betreut. Sie befindet sich in einer guten, gesundheitlichen Verfassung. Roger Harstall geht davon aus, dass sich der Verlauf milde entwickeln wird.

14:00 Uhr

Guido Graf gibt einen aktuellen Überblick über die Lage in der Schweiz (Stand Donnerstagmittag): 70 bestätigte Corona-Fälle in der Schweiz, 1 Todesopfer. Betroffen sind 14 Kantone. «Es ist nur eine Frage der Zeit gewesen, bis im Kanton Luzern der erste Fall gemeldet wird», so Graf.

13:55 Uhr

Die Medienkonferenz findet im Kantonsspital Luzern statt. Es informieren:
– Guido Graf, Gesundheits- und Sozialdirektor
– Roger Harstall, Kantonsarzt
– Marco Rossi, Chefarzt Infektiologie Luzerner Kantonsspital

Marco Rossi, Guido Graf und Roger Harstall (von links).

Marco Rossi, Guido Graf und Roger Harstall (von links).

Bild: Patrick Hürlimann (Luzern, 5. März 2020)
13:30 Uhr

An der Kantonsschule Alpenquai in der Stadt Luzern gibt es einen bestätigten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus. Betroffen ist eine Schülerin, die am Montag und am Dienstagvormittag noch den Unterricht besucht hatte. Sie ist derzeit in Spitalpflege (siehe «Mehr zum Thema»).