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Kolumne

Zwei Monate in einer Berghütte:
Das sind die Erkenntnisse

Reporterin Yasmin Kunz über ihre Erfahrungen als Hüttenwartsassistentin im Maderanertal.
Yasmin Kunz
Yasmin Kunz

Yasmin Kunz

Meine Zeit als Hüttenwartsassistentin in der Hinterbalmhütte im Maderanertal geht zu Ende. Zeit für ein Resümee:

Nichts säubert die Fingernägel besser als das stete Abwaschen. Je nach Auslastung zählten wir zwischen 15 und 30 Abwaschgänge pro Tag. Auf eine Saison hochgerechnet gäbe das über 3000-mal abwaschen. Danke an meine Chefin, die Handcrèmes von jeglichen Marken besitzt. Mit Gas kochen braucht Erfahrung – und mehr Zeit als auf meinem gewöhnlichen Herd zu Hause. Das habe ich nun auch realisiert. Ein grosses Dankeschön an jene Gäste, die etwas lange pausieren mussten nach der Vorspeise. Die Reiskörner wollten einfach nicht gar werden.

(Fast) alle Essensreste sind wiederverwertbar – in anderen Formen. Dennoch: Nach ein paar Wochen Spaghetti, Risotto, Nüdeli, Bratwürste, Älplermakkaronen in allen Variationen ist es an der Zeit, der Ernährungspyramide wieder mehr Beachtung zu schenken. Gelernt habe ich auch, dass man den ganzen Tag Kaffee trinken kann (ist ja viel Wasser drin, habe ich mir gut zugeredet) und abends trotzdem innerhalb von wenigen Minuten einschläft.

Als Fernseh-Ersatz nutzt man hier oben den Feldstecher. Das Beobachten von Gämsen, Hirschen und Munggen (Murmeltieren) ist spannender als jeder Rosamunde-Pilcher-Film. Schon fast so fesselnd wie nordische Krimis. Merci an jene, die das Popcorn zum vollständigen Kinoevent mitgebracht haben.

Und zuletzt noch ein Update zu meiner «Schnapspraxis»: Sämtliche Kaffees (Luz, Tresch, Chrüter) habe ich nun intus.

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