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Zwei Prüfungen pro Tag: Lehrer zu Recht entlassen

Ein Lehrer hat Tests zeitlich schlecht verteilt und Notenfristen verpasst. Da hat ihn den Job gekostet.
Lena Berger
Blick in der Gerichtssaal der Kantonsgerichts am Hirschengraben 16 in Luzern (Bild: Pius Amrein)

Blick in der Gerichtssaal der Kantonsgerichts am Hirschengraben 16 in Luzern (Bild: Pius Amrein)

Ein guter Lehrer zu sein heisst heute nicht nur, den Lernstoff so spannend zu vermitteln, dass ihn sich die Schülerinnen und Schüler merken können. Ein guter Lehrer muss auch gut organisiert und detailliert vorbereitet sein, wie ein kürzlich gefälltes Urteil des Kantonsgerichts Luzern zeigt.

In dem Fall hatte sich ein Lehrer dagegen gewehrt, dass er entlassen worden ist. Die Schule hatte zwei Hauptgründe für die Kündigung angeführt:

  • Der Lehrer hatte die Prüfungen alles andere als sinnvoll pädagogisch über das Semester verteilt: Gewisse Klassen mussten in seinem Fach innerhalb von einer Woche drei Tests schreiben – teils sogar zwei pro Tag. Dies habe bei den Lernenden «übermässigen Stress» verursacht.
  • Der Lehrer hatte es mehrfach verpasst, die Prüfungsergebnisse wie gefordert spätestens zwei Wochen nach der Testführung ins elektronische Notensystem einzutragen. Zudem hielt er die reguläre Frist für den Notenabschluss nicht ein.

Bei Entlassungen müssen sich Luzerner Schulen an das kantonale Personalgesetz halten. Der darin vorgesehene Kündigungsschutz geht nämlich weiter, als in der Privatwirtschaft üblich: eine Behörde darf ihren Mitarbeitenden nur künden, wenn sie dies «sachlich begründen» kann – und der Betreffende vorgängig gemahnt wurde. Er muss die Möglichkeit bekommen, sein Verhalten zu verbessern.

Chance für eine Verbesserung vertan

Das wurde vorliegend gemacht: Der Lehrer wurde in einer schriftlichen Verwarnung dazu aufgefordert, die Lernkontrollen besser zu verteilen und die Ergebnisse fristgerecht ins System einzutragen. Zudem sollte er seinen Vorgesetzten die Prüfungen vor der Durchführung vorlegen und eine detaillierte Semesterplanung abgeben. Als der Lehrer diese Auflagen nicht zur Zufriedenheit der Schule erfüllte, wurde er entlassen. Das sei nicht willkürlich gewesen, befand nun das Kantonsgericht – und wies die entsprechende Beschwerde ab.

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