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Igi Büeler zaubert während zwei Stunden freche Witze und schräge Wortspiele

Sein Bubentraum war es, Zirkusclown zu werden. Nun gibt Patrick Degen auf der Bühne als Igi Büeler den leicht verwirrten Pensionär und tangiert dabei schon mal verbal die Gürtellinie - auch in seinem neuen Programm.
Hannes Bucher
Frech und schrullig: Patrick Degen alias Igi Büeler. (Bild: PD/Th. Beck)

Frech und schrullig: Patrick Degen alias Igi Büeler. (Bild: PD/Th. Beck)

Schon vor vielen Jahren, als er in Kriens die Schule besuchte, imitierte der heute 36-jährige Patrick Degen liebend gern Komiker; er jonglierte, zauberte und wollte Zirkusclown werden. Zuerst galt es für den gebürtigen Krienser aber, einen handfesten Beruf zu erlernen, wozu ihn seine Eltern ermunterten.

Er absolvierte zuerst also eine kaufmännische Lehre. Daneben lebte und lebt er intensiv seine Leidenschaft für das Leichte, Lustige und Luftige aus – als Komödiant, Entertainer, Jongleur und Trickkünstler. Im Zirkus Stern in Sempach trat er einst als Zauberer, Jongleur und Komiker mit einem Papagei auf. Beruflich ist Patrick Degen seit 2010 im Ticketingbereich von «Karl‘s kühne Gassenschau» tätig.

«Ned ganz decht» – der Titel trifft ins Schwarze

Und seit nunmehr fünf Jahren gibt Patrick Degen auf der Bühne die originelle, schräge Figur des leicht verwirrten Pensionärs Igi Büeler. Gleichzeit mimt er dessen schwulen Sohn und Zauberer Fantastico. «Ned ganz decht» – so heisst der Titel seines fünften Comedy-Programms. Der Titel trifft ins Schwarze. Das zeigte sich jedenfalls an der ausverkauften Premiere am vergangenen Wochenende im Restaurant Obernau in Kriens.

Gute zwei Stunden steht und agiert der schrullige, aber überaus agile und rüstige Rentner Igi Büeler auf der Bühne. Schlag auf Schlag sprudeln, plätschern, ergiessen sich freche Witze, überraschende Wortspiele, schräge Situationen von der Bühne und der Leinwand übers Publikum.

Die Schwarzwäldertorte misslingt garantiert

Das Publikum hat seine helle Freude daran, wie der «Igi» sein 50-Jahr-Jubiläum organisiert oder vielmehr den Anlass ins Chaos manövriert. Zwar wäre da ein Eventmanager; aber der wurde eben auch von Igi Büeler selber engagiert. Diverse Musiker werden für ein so genanntes Casting eingeladen – das Ganze verkommt aber zum Fiasko. Und vermaledeit: Da meldet sich auch noch die unmögliche Tante aus dem fernen Amerika.

Die auf der Bühne eingespielten skurrilen und Videosequenzen geben eine zusätzliche quere Note ins Geschehen. Hauptakteur bleibt aber selbstverständlich Igi Büeler. Er gibt auch einen anschaulichen Koch- respektive Backkurs zum Besten und zeigt dabei erfolgreich auf, wie eine Schwarzwäldertorte garantiert misslingt.

«Einem geschenkten Paul schaut man nicht ins Maul»

Lustig schräg kommen auch Igis Tipps für den Umgang mit Babys oder etwa seine Erinnerungen an die Ferien auf der Insel Mallorca mit Freund Walti daher. Und ebenso die Anspielungen auf die Politszene: Einem geschenkten Paul (Winiker) schaue man nicht ins Maul, ist da etwa zu vernehmen. Und zur Spanisch-Lektion in Bezug auf besagten Freund Walti wird die komödiantische Brücke zu Bundesrat Schneider-Ammann geschlagen: «Spanisch ohne H ist wie Schneider-Ammann ohne Valium.»

Dass in «Ned ganz decht» ab und zu verbal mal die Gürtellinie tangiert wird – scheint das Publikum nicht zu stören. Der Applaus ist garantiert, und zum Schluss gibt es Blumen und eine Standing-Ovation für das abendfüllende, unbeschwerte Gaudi.

Hinweis: Nächste Aufführungen des Programms «Ned ganz decht» im Gasthaus Tell in Gisikon: 18., 19. 20., 25., 26., 27. Oktober jeweils um 20 Uhr. Die Aufführungen vom 18. und 26. Oktober sind bereits ausverkauft. Zu Gast ist Igi Bühler überdies am 2. und 3. November jeweils um 20.15 Uhr in der Badi Küssnacht. Tickets à 35 Franken sind auf der Website www.herrigi.ch erhältlich.

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