Zweimonatige Flugpause ist unrealistisch

Der Luzerner Stadtrat stuft die Lärmbelastung, die vom Militärflugplatz Emmen ausgeht, als erheblich ein. Er will sich deshalb dafür einsetzen, dass es nicht mehr Jetflüge gibt. Eine erhebliche Reduktion der Lärmbelastung hält er aber für nicht realistisch.

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Vom Militärflugplatz in Emmen geht eine hohe Fluglärmbelastung aus. (Bild: Pius Amrein//Neue LZ)

Vom Militärflugplatz in Emmen geht eine hohe Fluglärmbelastung aus. (Bild: Pius Amrein//Neue LZ)

Dies schreibt der Stadtrat in seiner am Dienstag veröffentlichen Antwort zu einem Postulat der Grünen, der GLP und der SP. Gefordert wird im Vorstoss, dass die Stadtregion im Sommer aus Rücksicht auf den Tourismus von militärischen Flügen verschont wird.

In Emmen sind pro Jahr maximal 3700 Starts und Landungen von Jets möglich. 2010 und 2011 gab es knapp 3000 Flugbewegungen. Im Sommer ist die Piste während vier Wochen gesperrt, während weiterer vier Wochen übernimmt Emmen den Jetbetrieb von Payerne, Meiringen und Sion.

Eine längere, zweimonatige Pause könne nicht umgesetzt werden, schreibt der Stadtrat gestützt auf Angaben des VBS. Payerne würde übermässig belastet und der in Emmen angesiedelte Flugzeugunterhalt zu lange unterbrochen. Zudem könne nicht auf die guten Testbedingungen im Sommer verzichtet werden.

Zudem setze die Luftwaffe so oft wie möglich Simulatoren ein. Diese seien billiger und verursachten weniger Lärm. Teilweise werde auch im Ausland trainiert.

sda