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Emmen plant weiteren Fussweg für die Grüenmatt

Nachdem der Einwohnerrat in Emmen den Bebauungsplan Grüenmatt zurückgewiesen hat, legt der Gemeinderat nun die neue Version vor. Die Änderungen sind klein, greifen aber die Einwände des Parlaments gezielt auf.
Beatrice Vogel
Rund 150 Eigentums- und Mietwohnungen sind in der Grüenmatt in Emmen geplant. Visualisierung: PD

Rund 150 Eigentums- und Mietwohnungen sind in der Grüenmatt in Emmen geplant. Visualisierung: PD

Es war eine Überraschung, als der Emmer Einwohnerrat im Dezember den Bebauungsplan Grüenmatt zurückgewiesen hat. Eigentlich ist der Plan für das Areal an der Reuss relativ unumstritten. Nun kommt er am 22. Mai wieder ins Parlament – mit kleinen, aber signifikanten Anpassungen. Bemängelt wurden insbesondere durch die bürgerlichen Einwohnerräte die Dichte und die Erschliessung des Areals. Da etwa die CVP das Bevölkerungswachstum als Ursache für die Emmer Finanzprobleme und die Überlastung der Infrastruktur ortete, wollte sie eine Redimensionierung des Projekts. Der überarbeitete Bebauungsplan geht auf diesen Einwand ein, ohne aber das Projekt zu verkleinern.

Wie Bauvorsteher Josef Schmidli (CVP) schon im Januar gegenüber unserer Zeitung sagte, würde eine Redimensionierung dem Grundsatz der Verdichtung nach Innen widersprechen. In den vier L-förmigen Gebäuden, die laut Plan entstehen können, sind rund 150 Eigentums- und Mietwohnungen geplant. Ursprünglich hätten die Häuser «in mindestens zwei Etappen» realisiert werden sollen. Jetzt wurden die Sonderbauvorschriften angepasst: In einer ersten Etappe dürfen nur die südlichen Gebäude (A und B) gebaut werden. Der Baustart für das dritte (C) darf nicht vor 2022, jener für das vierte und nördlichste (D) nicht vor 2024 erfolgen. Dadurch sei das Bevölkerungswachstum ausreichend gesteuert, so der Gemeinderat.

Wachstum von Emmen soll hinausgezögert werden

Die CVP begrüsst diese Stossrichtung grundsätzlich, sagt Fraktionschef Christian Blunschi. Trotzdem werde durch die Etappierung die «Verlangsamung des Wachstums» nur bedingt erreicht. «Bebauungsplan- und Baubewilligungsverfahren benötigen einige Zeit. Es ist kaum damit zu rechnen, dass in den Baubereichen A und B mit dem Bau viel früher als 1. Januar 2022 begonnen werden kann.» Dadurch bestehe weiterhin die Gefahr, dass die Baubereiche A, B und C gleichzeitig realisiert würden.

Die CVP beantragt deshalb, dass die Terminvorgaben für die Bereiche C und D um ein Jahr nach hinten geschoben werden, auf 2023 respektive 2025. Dadurch könne das Wachstum der Gemeinde hinausgezögert werden, womit eine vernünftige Verkehrs- und Schulraumplanung möglich bleibe. Ebenfalls angepasst wurde die Fusswegerschliessung der Grüenmatt. Zwar gibt es im südlichen Teil der Siedlung einen Fussweg zur Bushaltestelle Allmendli, doch die Einwohnerräte wünschten sich zusätzlich einen Weg im nördlichen Teil zur Bushaltestelle Flugzeugwerke. Die Grünen forderten dies mittels Motion. Der neue Bebauungsplan sieht vor, im Norden einen separaten Fussweg zu erstellen, entlang der nordwestlichen Grenze des Grundstücks, auf dem CCA Angehrn steht. Ein Dienstbarkeitsvertrag zwischen Gemeinde und der Grundeigentümerin CCA Angehrn AG soll die öffentliche Fussverbindung sicherstellen.

«Wir legen vor allem Wert auf eine gute Erschliessung»

Den zusätzlichen Fussweg müsste die Gemeinde bauen. Sie rechnet mit Kosten von 90000 Franken. Allerdings: Sollte beim Bezug der beiden nördlichen Grüenmatt-Gebäude C und D bereits eine andere Fussgängererschliessung bestehen, etwa über ein neues Trottoir auf dem Hasliring, müsste die Gemeinde den zusätzlichen Weg nicht bauen.

Keine Änderung gibt es im Bebauungsplan betreffend der Autoverkehrserschliessung. Die FDP hatte den Plan unter anderem deshalb bemängelt, weil sie einen Nutzungskonflikt zwischen Anwohnern und Gewerbe witterte. Denn Hasliring und Buholzstrasse, über die das neue Wohngebiet erschlossen werden soll, werden heute schon rege vom ansässigen Gewerbe genutzt. FDP-Fraktionschef Dominik Marti sagt nun jedoch auf Anfrage, dass man diesen Konflikt in Kauf nehmen müsse, wenn man an dieser Stelle verdichtet bauen wolle. «Wir legen vor allem Wert auf eine gute Erschliessung für Fussgänger, was mit dem zusätzlichen Weg nun gewährleistet ist.»

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