Sitz im Schongauer Gemeinderat bleibt weiter vakant

Bei den Gemeinderatswahlen in Schongau ist noch keine Entscheidung gefallen: Von drei Kandidaten hat niemand das absolute Mehr für den vakanten Sitz erreicht. Die parteilose Melanie Casanova erhielt vor der CVP-Frau Renate Stutz am meisten Stimmen.

Alexander von Däniken
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Melanie Casanova (parteilos). (Bild: PD)

Melanie Casanova (parteilos). (Bild: PD)

Der Sitz des Ende Mai zurückgetretenen Schongauer Gemeinderats Herbert Stutz (CVP) bleibt bis am 25. November leer. Beim Dreikampf zwischen Renate Stutz (CVP), Melanie Casanova und Patrick Adler (beide parteilos) hat am Sonntag niemand das absolute Mehr von 180 Stimmen erreicht.

Mit 135 Stimmen die Pole-Position gesichert hat sich Melanie Casanova. Die 44-jährige Parteilose freut sich, dass sie am meisten Stimmen erhalten hat: «Andererseits ist es schade für die Gemeinde, dass die Vakanz nun zwei Monate länger andauert.» Dass es zu einem zweiten Wahlgang kommt, sei aber nicht überraschend. Dass Casanova wieder antritt, ist klar, mit welcher Strategie, noch nicht. «Die grösste Herausforderung wird sein, die Wähler erneut zu motivieren.»

Zweiter Wahlgang «keine Überraschung»

Auch Renate Stutz, die nicht mit Herbert Stutz verwandt ist, wird wieder antreten. Die 48-Jährige trat an, um für die CVP den Sitz zu verteidigen. Dass es beim ersten Anlauf nicht geklappt hat, enttäusche sie nicht: «Bei drei Kandidaten für einen Sitz ist ein weiter Wahlgang keine Überraschung.» Druck von der Partei habe sie nicht verspürt, sondern Unterstützung. Nun gehe es darum, für den zweiten Wahlgang mit der CVP das richtige Rezept zu finden.

Patrick Adler liegt mit 84 Stimmen auf Platz drei. «Da ich nicht so bekannt bin, ist das ein gutes Resultat», sagt der 46-jährige Parteilose. Ob er wieder antreten wird, entscheide er in den nächsten Tagen.